Das Straßenbaubeitragsrecht wird in diesem Praxishandbuch verständlich und strukturiert dargestellt. Es behandelt die unterschiedlichen Regelungen des Straßenbaubeitragsrechts in den Kommunalabgabengesetzen der Länder. Der Fokus liegt auf dem Anwendungsbereich, der Beitragserhebungspflicht, dem Vorteilsbegriff sowie beitragsfähigen Einrichtungen und Maßnahmen. Die systematische Gliederung umfasst die Ermittlung und Verteilung des beitragsfähigen Aufwands sowie die Beitragserhebung, wobei divergierende Rechtsprechungen berücksichtigt werden. Ein ausführlich kommentiertes Muster einer Straßenbaubeitragssatzung ist enthalten, mit Vorschlägen zur Staffelung der Anteile von Beitragspflichtigen und Gemeinden, zur Beteiligung von Hinterliegergrundstücken, dem Anwendungsbereich der Tiefenbegrenzung und der Missbilligungsgrenze bei Ablösungsvereinbarungen. Die Reihe umfasst zudem Titel zu Abgabensatzungen, Abgabenverfahrensrecht, Anschlussbeiträgen, Erschließungsbeiträgen, Kur- und Fremdenverkehrsbeiträgen, kommunalen Gebühren und Steuern, städtebaulichen Abgaben sowie wiederkehrenden Beiträgen. Die Inhalte beinhalten eine Einführung in das Straßenbaubeitragsrecht, allgemeine Grundsätze, Aufwandsermittlung, Aufwandsverteilung und die Heranziehung zum Straßenbaubeitrag sowie einschlägige Rechtsvorschriften.
Marcus Arndt Pořadí knih



- 2017
- 2011
Das Business Improvement District (BID) ist ein Instrument zur Aufwertung innerstädtischer Geschäftsbereiche durch private Initiativen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Es ermöglicht Grundeigentümern und Gewerbetreibenden, die Qualität ihrer Standorte eigenverantwortlich zu verbessern und die Bedeutung städtischer Zentren als zentrale Versorgungsstandorte zu stärken. Zudem eröffnet es Stadtmarketingorganisationen neue Perspektiven für Aktivitäten und Projekte. Die BauGB-Novelle 2006 hat die Entwicklung privater Initiativen zur Stadtentwicklung rechtlich verankert, indem sie § 17 f BauGB eingeführt hat. Nach Landesrecht können Gebiete festgelegt werden, in denen standortbezogene Maßnahmen in privater Verantwortung durchgeführt werden, basierend auf einem Konzept, das mit den städtebaulichen Zielen der Gemeinde abgestimmt ist. Diese Instrumente betreten juristisches Neuland und fördern neue Formen der Zusammenarbeit. Ziel des Werkes ist eine umfassende und rechtsvergleichende Darstellung der verschiedenen Ausprägungen in den Ländern, um die praktische Handhabbarkeit des Instruments zu erleichtern. Das Buch richtet sich nicht nur an Verwaltungen, sondern bietet auch privaten Initiativen wertvolle Hilfestellungen. Die Autoren sind erfahrene Fachleute im Bereich Verwaltungsrecht und Stadtentwicklung.
- 1998
Im allgemeinen Verwaltungsrecht gilt das Verwaltungsverfahrensgesetz, das Regeln zur Rücknahme und zum Widerruf von Verwaltungsakten enthält. Im Steuerrecht hingegen gibt es spezielle Vorschriften der Abgabenordnung zur Aufhebung und Änderung von Steuerbescheiden. Diese beiden Korrektursysteme unterscheiden sich sowohl sprachlich als auch systematisch erheblich. Der Autor untersucht die Rechtfertigung dieser unterschiedlichen Korrekturregeln und die materiellen Differenzen, die sich daraus ergeben. Er analysiert, in welchen Fällen ein Bescheid nach allgemeinem Verwaltungsrecht korrigiert werden kann, während er im Steuerrecht Bestandskraft genießt, und vice versa. Dabei wird die Notwendigkeit dieser Differenzen hinterfragt und aufgezeigt, wie ungerechtfertigte Wertungsunterschiede zwischen den beiden Rechtsgebieten abgebaut werden können. Es werden Vorschläge zur Anpassung der Abgabenordnung an das Verwaltungsverfahrensgesetz unterbreitet und Rechtsgedanken aus dem Steuerrecht herausgearbeitet, die dem allgemeinen Verwaltungsrecht bislang fremd sind, jedoch eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Rücknahme- und Widerrufsregeln darstellen. Die Arbeit wurde mit dem Fakultätspreis 1997 der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ausgezeichnet.