Knihobot

Nicola Wasserfall

    Der Wechsel in Baden-Württemberg von der verbindlichen Grundschulempfehlung zum beratenden Elterngespräch
    • 2016

      Am Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule in Baden-Württemberg erhielten Schüler bis zum Schuljahr 2010/11 eine verbindliche Grundschulempfehlung. Ab dem Schuljahr 2011/2012 dürfen Eltern nach einem beratenden Elterngespräch selbst entscheiden, auf welche Schulart ihr Kind wechselt. Die Auswirkungen dieser Änderung auf soziale, leistungsbezogene Aspekte sowie das Wohlbefinden und Stresserleben von Fünftklässlern wurden untersucht. Insgesamt nahmen 191 Schüler an der Studie teil, wobei 98 den Übergang mit verbindlicher Empfehlung und 93 mit beratendem Gespräch erlebten. Es stellt sich die Frage, ob die Abschaffung der verbindlichen Empfehlung zu einem Anstieg der Schülerzahlen am Gymnasium führt und ob weniger Kinder die Hauptschule besuchen. Entscheiden Eltern im besten Interesse ihrer Kinder, auch wenn dies bedeutet, nicht zur Wunschschule zu wechseln? Wird die Zahl überforderter Kinder in Klasse 5 steigen? Können mehr Kinder mit ihren Grundschulfreunden in die neue Klasse gehen? Welche Kinder profitieren von der Neuregelung, und wer verliert? Ziel ist es, durch die Abschaffung der verbindlichen Empfehlung die Chancengleichheit zu erhöhen. Welche Prognosen lassen sich für die Zukunft der Gemeinschaftsschule ableiten? Ist diese Entscheidung letztlich im Interesse der Kinder?

      Der Wechsel in Baden-Württemberg von der verbindlichen Grundschulempfehlung zum beratenden Elterngespräch