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Edition Gesellschaftskritik: Gespensterarbeit, Krisenmanagement und Weltmarktfiktion

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Was erleben wir gerade auf den Finanzmärkten: Eine Gespenstergeschichte, einen Katastrophenfilm, einen Krimi, oder ein Shakespeare-Remake? Welche unterirdischen Verbindungen existieren zwischen dem Fiktiven der Finanzmärkte und den Fiktionen der Filmindustrie, und wie sieht es mit der Filmkritik aus? Anhand der Analyse von Rhetoriken und sprachlicher Bilder in den medialen und politischen Diskursen zur Finanzkrise fragt Kathrin Röggla nach den Dramaturgien, den Plotstrukturen und den Figuren, die mit diesen korrespondieren. Immer wiederkehrende Motive wie das der Unsichtbarkeit, der Gier, des Dominoeffekts, des Worst-case-Szenarios und des Insiderwissens sowie ständig verwendete Begriffe wie 'Bad Bank' oder 'toxische Zertifikate' lassen nicht nur deutlich werden, dass Katastrophismus und Risikogesellschaft längst vereint sind, sondern auch, dass uns anscheinend eine gefährliche Genre-Gemengelage regiert, eine Art 'Zombiekapitalismus'. Die Wirklichkeitsmacht der Fiktion hat auf den Finanzmärkten längst eine alles beherrschende Rolle eingenommen und lässt uns zurück mit der Frage, warum wir so zögerlich reagieren, ob Kritik in einer Gesellschaft des Spektakels überhaupt noch möglich ist.

Nákup knihy

Edition Gesellschaftskritik: Gespensterarbeit, Krisenmanagement und Weltmarktfiktion, Kathrin Röggla

Jazyk
Rok vydání
2009
Vazba
(pevná),
Stav knihy
Velmi dobrá
Cena
159 Kč

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Titul
Edition Gesellschaftskritik: Gespensterarbeit, Krisenmanagement und Weltmarktfiktion
Jazyk
německy
Vydavatel
Picus-Verl.
Rok vydání
2009
Vazba
pevná
Počet stran
61
ISBN10
3854525850
ISBN13
9783854525851
Série
Anotace
Was erleben wir gerade auf den Finanzmärkten: Eine Gespenstergeschichte, einen Katastrophenfilm, einen Krimi, oder ein Shakespeare-Remake? Welche unterirdischen Verbindungen existieren zwischen dem Fiktiven der Finanzmärkte und den Fiktionen der Filmindustrie, und wie sieht es mit der Filmkritik aus? Anhand der Analyse von Rhetoriken und sprachlicher Bilder in den medialen und politischen Diskursen zur Finanzkrise fragt Kathrin Röggla nach den Dramaturgien, den Plotstrukturen und den Figuren, die mit diesen korrespondieren. Immer wiederkehrende Motive wie das der Unsichtbarkeit, der Gier, des Dominoeffekts, des Worst-case-Szenarios und des Insiderwissens sowie ständig verwendete Begriffe wie 'Bad Bank' oder 'toxische Zertifikate' lassen nicht nur deutlich werden, dass Katastrophismus und Risikogesellschaft längst vereint sind, sondern auch, dass uns anscheinend eine gefährliche Genre-Gemengelage regiert, eine Art 'Zombiekapitalismus'. Die Wirklichkeitsmacht der Fiktion hat auf den Finanzmärkten längst eine alles beherrschende Rolle eingenommen und lässt uns zurück mit der Frage, warum wir so zögerlich reagieren, ob Kritik in einer Gesellschaft des Spektakels überhaupt noch möglich ist.