Knihobot

Virginia Sease

    Alte und neue Mysterien
    Rudolf Steiners Versuch einer Stiftung für theosophische Art und Kunst 15. Dezember 1911
    Compostela
    Esoterik der Weltreligionen
    • Die Themen: Mysterienursprünge der Religion - Geheime Lehren in Hinduismus und Zarathustrismus - Vom Verhältnis des Judentums zur Mystik - Islam und Anthroposophie -Buddhismus im Zeitalter der Bewußtseinsseele - Die Entwicklung der Mysterienbaukunst in Ostasien - Die Mystik der ersten christlichen Jahrhunderte und des Mittelalters - Die Esoterik im östlichen Christentum - Mystik und Rosenkreuzertum im Protestantismus - Esoterik der erneuerten Sakramente - Religion und Menschheitszukunft. Nur ein hinreichendes Bild vom Menschen erlaubt eine wirkliche Ökumene der Religionen. Wahrhaft verinnerlichte Anthroposophie kann dasjenige erkennen und unterstützen, was die verschiedenen Religionen zu einer Ökumene befähigt. Die vorliegenden Beiträge stammen von Autoren, die sowohl Anthroposophen sind wie auch in den verschiedenen Religionen stehen und so zeigen, wie das Aufgreifen einer wahren, mit dem Menschen verbundenen Esoterik dazu führt, über die entstandenen Abgründe hinweg Brücken zu bauen, sich miteinander zu verständigen - wie das immer wieder in der Menschheitsgeschichte geschehen ist: zum Beispiel durch die Templer, die eine eigene Esoterik hatten und sofort an die Esoterik der islamischen Welt, der sie begegneten, anzuknüpfen vermochten. Diesem Brückenbau der Esoteriker über die Religionen hinweg sind auch diese Beiträge verpflichtet.

      Esoterik der Weltreligionen
    • Compostela

      Sternenwege alter und neuer Mysterienstätten

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      Der Jakobsweg – auch Camino genannt – nach Compostella, heute einer der populärsten Pilgerwege kennzeichnet einen Wendepunkt an dem sich alte und neue Mysterien kreuzen und befruchten. Die Autoren entwickeln in ihrer Beschreibung der Sternenwege alter und neuer Mysterien ein großes Panorama, das ausgehend vom Ursprung der Gralsmysterien bei Hieram, Salomo und der Königin von Saba über die gnostischen Impulse in der frühchristlichen Kunst, die Gralseinweihung in Nordspanien, den manichäischen Impulsen bei den Katharern und Troubadours, die Urgestalt der europäischen Mysterien, die Templer und den Heiligen Gral, das Rosenkreuzertum, den anthroposophischen Kunstimpuls und das Wesen Anthroposophia reicht.

      Compostela
    • Unter den vielen Initiativen von Rudolf Steiner, die sichtbare, tragende Impulse hervorgerufen haben, gab es eine, die in der geplanten Form sich nicht entwickeln durfte. Nach einem Jahrhundert will die vorliegende Betrachtung sich diesem Ereignis vor allem in Bezug auf drei Aspekte widmen. Zum einen erlebt man in dem Stiftungsversuch die Kunst des Interpretierens nach rosenkreuzerischer Art. Gerade sie kann eine entscheidende Note in unserer Beziehung zur Welt bilden. Zum anderen erwacht man zu einem Verständnis der Tatsache, dass auch der beste Versuch, selbst wenn er von einer sehr hochstehenden Individualität unternommen wird, dazu verurteilt ist, keine Früchte hervorzubringen, wenn nicht alle Beteiligten ihre persönliche Wunschnatur überwinden können. Letztendlich können wir aus unserer menschlich- irdischen Perspektive nicht vorhersagen, ob nicht manche Keime, die latent in dem Versuch lagen, in der Zukunft Momente der Blüte, der Reifung, der Fruchtbarkeit hervorbringen werden.

      Rudolf Steiners Versuch einer Stiftung für theosophische Art und Kunst 15. Dezember 1911