Das Interesse an der Netzwerkanalyse nimmt rapide zu. Bisher fehlt es jedoch an empirisch orientierten Einführungen. Das interdisziplinäre Autorenteam führt daher praxisorientiert in die Grundlagen und Methoden der empirischen Analyse sozialer Netzwerke ein. Schritt für Schritt wird der Forschungsprozess von der Untersuchungsplanung über die Auswertungsmethodik bis zur Präsentation der Ergebnisse erläutert. Damit ist das Lehrbuch für den Einsatz in Lehre, Forschung und Praxis geeignet. This textbook provides an introduction to the process of empirical network research. In an action-oriented approach, it features explicated learning goals, numerous reference examples, and exercises that facilitate successful learning. Integrating their different disciplinary perspectives, the authors address an interdisciplinary audience of teachers, researchers, and practitioners alike.
Marina Hennig Knihy


Rahmen und Spielräume sozialer Beziehungen
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Die Netzwerkperspektive wird häufig kritisiert, da in ihr sowohl die Eigenaktivitäten der Individuen eines sozialen Netzwerkes als auch die gesellschaftlich vorgegebenen handlungsrelevanten Normen und Werte vernachlässigt werden. Es fehlt ihr an Tiefenstruktur. Aus diesem Grund wurde die Habitus- und Feldtheorie von Pierre Bourdieu mit der Netzwerkperspektive verknüpft. Im Sinne der Habitustheorie können Netzwerkstrukturen als Muster sozialer Praktiken angesehen werden, denen tiefer liegende Strukturen zu Grunde liegen, die durch den Habitus der Akteure entstehen und verändert werden. Damit werden Soziale Netzwerke in ihrer Abhängigkeit von der Akteursposition in der Sozialstruktur und den damit verbundenen Handlungsdispositionen betrachtet und erklärt. Das dazu ausgearbeitete theoretische Konzept wurde im Rahmen einer kleinen Erhebung empirisch überprüft.