Knihobot

Ralf Hoffrogge

    1. leden 1980
    Das laute Berlin
    Werner Scholem
    Richard Müller
    • Richard Müller

      • 233 stránek
      • 9 hodin čtení

      Richard Louis Müller (1880–1943) spielte eine zentrale Rolle in der Novemberrevolution von 1918, als Leiter der „Revolutionären Obleute“ und als Vorsitzender des „Vollzugsrates der Arbeiter- und Soldatenräte“. Er war der Anführer des linken Flügels im Deutschen Metallarbeiter-Verband, der größten Gewerkschaft der Welt. Müller organisierte bereits die großen Berliner Massenstreiks zwischen 1916 und 1918 illegal. In der Revolutionsregierung war er de facto das Staatsoberhaupt der kurzlebigen „Deutschen Sozialistischen Republik“, die bald als Weimarer Republik bekannt wurde. Sein Einfluss überstieg 1918 den von Karl Liebknecht, der oft über Müller klagte, wenn die Spartakusgruppe in den Hintergrund gedrängt wurde. Dennoch wurde Müllers unabhängiger Sozialismus und das Rätesystem von der Sozialdemokratie und dem Marxismus-Leninismus marginalisiert. Obwohl er die Gründung der Weimarer Republik überlebte, geriet er in der breiten Öffentlichkeit in Vergessenheit. Müllers dreibändige Revolutionsgeschichte „Vom Kaiserreich zur Republik“ gilt als wichtige marxistische Darstellung und wurde in den 1960er Jahren wiederentdeckt. Seine Werke prägten das Geschichtsbild der Studierendenbewegung und erlebten ab 1974 mehrere Neuauflagen. Diese Arbeit schließt die Lücke über Müllers Herkunft und Werdegang, indem sie seinen Lebensweg von der Kindheit in Thüringen bis zu seinem Rückzug in die Privatheit in den 1930er Jahren verfolgt und zahlreiche

      Richard Müller
      4,0
    • Werner Scholem

      Eine politische Biographie (1895-1940)

      • 495 stránek
      • 18 hodin čtení

      Walter Benjamin nannte ihn 1924 einen »Lausejungen«, während Josef Stalin ihn als »tollen Burschen« sah, bald jedoch als lästigen »Dummkopf«. Ernst Thälmann warnte vor seinem Einfluss, doch für den Philosophen Gershom Scholem war er der große Bruder. Aufgewachsen in einer Berliner jüdischen Familie, rebellierten beide gegen den autoritären Vater und den Chauvinismus des Ersten Weltkrieges. Werner inspirierte seinen jüngeren Bruder zum Zionismus, während er selbst nach langer Sinnsuche zum Kommunismus fand. Schnell stieg er in der KPD auf und „bolschewisierte“ die Partei, wurde aber 1926 als erbitterter Gegner Stalins ausgeschlossen. 1933 wurde er unter mysteriösen Umständen verhaftet und 1935 überraschend vom NS-Volksgerichtshof freigesprochen, jedoch nie freigelassen. 1940 wurde er im KZ Buchenwald ermordet. Um seine Verhaftung ranken sich bis heute literarische Legenden, die von Franz Jung und Alexander Kluge als Spionagedrama erzählt werden. Eine besondere Rolle spielt er auch in Hans-Magnus Enzensbergers Roman. War er ein Agent der Sowjetunion? Verführte er die Generalstochter Marie-Louise von Hammerstein, um militärische Geheimnisse zu erlangen? Ralf Hoffrogge erzählt die Geschichte eines Menschen, der um eine Utopie kämpfte und an den Widersprüchen seiner Zeit scheiterte, gestützt auf unveröffentlichte Quellen aus geheimen Archiven.

      Werner Scholem
    • Das laute Berlin

      Deutsche Wohnen & Co enteignen und die Wiederkehr der Vergesellschaftung

      • 536 stránek
      • 19 hodin čtení

      Mitten im Rechtsruck entwickelt die Berliner Mietenbewegung Alternativen zur Hetze. Sie setzt Vergesellschaftung gegen Marktradikalismus und gewinnt dafür Mehrheiten. Dieses Buch zeigt, wie die Mietenkrise zum demokratischen Aufbruch wurde.

      Das laute Berlin