This publication documents a selection of works from the past ten years and links different work groups of with one another. As different as the media in which Shapiro-Obermair works are?painting, sculpture, graphics, but also video and photography?her projects always take the same topics as a starting point or eventually return to them. The artist links historical and art-historical knowledge production and investigates the interrelations between ideology and form. Based on biographical experiences, she repeatedly explores the question of which channels shape identities?including artistic ones?and what visual expression this entails. The found and the documentary form their normal vocabulary just as much as the gestural or the concrete. The publication pays special attention to the artist?s graphic works, which are otherwise rarely shown and often taken from the series? context.
Astrid Peterle Knihy



Die Entstehung von Kaufhäusern in Wien war Teil einer gesamteuropäischen Entwicklung des 19. Jahrhunderts. Dass viele der Gründer aus jüdischen Familien stammten, ist heute genauso wenig bekannt wie die einstige Existenz des Textilviertels im 1. Wiener Gemeindebezirk. Prominente Unternehmen wie Gerngross, Zwieback, Jacob Rothberger, Braun & Co, Goldman & Salatsch, Jungmann & Neff e oder Knize und deren Gründerfamilien werden durch das Buch und die Ausstellung ebenso in das Gedächtnis der Stadt zurückgeholt wie die sogenannten »Vorstadtkaufhäuser « Wodicka und Dichter. Eindrucksvolle Objekte erzählen nicht nur die Geschichten der Familien, sondern auch von Architektur und Inszenierung, den Designern, der Klientel sowie Verkäufern, Schneidern und Schaufensterdekorateuren. Durch die Zäsur der Schoa verschwand diese Geschäftskultur fast völlig. Die Entwicklung des Textilviertels nach 1945, bedingt durch Migration, Rückkehr und Zuwanderung, verweist jedoch auf den Wiederaufbau der Wiener jüdischen Gemeinde.