Die sieben Leben des Doktor B.
Odyssee eines Arztes






Odyssee eines Arztes
Richard Berczeller, zu Lebzeiten angesehener Arzt in New York, beginnt mit 60 Jahren Kurzgeschichten über seine Lebenserfahrungen als Arzt, Jude und Sozialdemokrat zu schreiben und erfolgreich zu veröffentlichen. Die nun zum ersten Mal auf Deutsch vorliegenden Kurzgeschichten sind in loser Folge zwischen 1963 und 1974 im New Yorker erschienen. Berczeller beschreibt auf berührende Weise sein Leben im Wien der 20er- und 30-er Jahre als Medizinstudent und Filmschauspieler unter dem später vor allem für den Film Casablanca weltbekannten Regisseur Michael Curtiz, seine Erfahrungen als Jungarzt im Burgenland, seine Inhaftierung durch die Nazis, seine Flucht nach Frankreich und letztlich sein Leben in Amerika. Mit einem Vorwort von Joachim Riedl. Übersetzung aus dem Englischen von Jacqueline Csuss.
Österreichische Zeitgeschichte in Konfrontationen
Der Arzt und Schriftsteller Richard Berczeller und der Publizist und Politikwissenschaftler Norbert Leser legen ihr zweites in gemeinsamer Arbeit entstandenes Buch vor: Galt das erste der Zeitgeschichte des Burgenlandes, so wendet sich das neue Werk nun der gesamtösterreichischen politischen Szene zu, als deren Zaungäste sich die Autoren fühlen. Haben sie es verstanden, in ihrem ersten Gemeinschaftswerk die österreichischen Verhältnisse im Spiegel des Burgenlandes der Zwischenkriegszeit sichtbar zu machen, so gelingt es ihnen diesmal, das Schicksal Österreichs in einen größeren internationalen Zusammenhang zu stellen und den österreichischen Sozialismus, auf den das Buch ausgerichtet ist, in seinen globalen Perspektiven zu beleuchten, ohne die Bezüge zu den anderen politischen Gruppen unseres Landes und dessen politischer Gesamtkultur unreflektiert zu lassen. Der nostalgische Tenor in den Porträts und Gedanken Berczellers findet in den kritischen Ausführungen Lesers einen Spannung schaffenden Gegenpol.