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Hasan Hasanovic

    Srebrenica. Kein Vergessen. Kein Vergeben
    Den Genozid von Srebrenica überleben Band 11039
    Srebrenica überleben
    • Das Massaker von Srebrenica, vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien sowie vom Internationalen Gerichtshof als Völkermord anerkannt, gilt als das schwerste Kriegsverbrechen innerhalb Europas seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Bewaffnete bosnisch-serbische Einheiten ermordeten vom 11. bis zum 19. Juli 1995 mehr als 8.000 überwiegend männliche Bosniaken. Der 1975 geborene bosnische Muslim Hasan Hasanović erlebte den Bosnienkrieg als Jugendlicher. Er schildert seinen Alltag vor dem Krieg und zeigt den gewaltigen Einschnitt, den dieser für ihn und seine Familie bedeutete. Der Autor berichtet von Flucht, Vertreibung und dem Leben im Flüchtlingslager in Srebrenica, wo er von 1992 bis 1995 mit seiner Familie untergebracht war. Aus persönlicher Sicht verdeutlicht er die Umstände des Lebens im Lager, spricht über die Hoffnungen, Ängste und Nöte dieser Zeit, in der Srebrenica zur UN-Schutzzone erklärt wurde, von niederländischen Blauhelmsoldaten geschützt werden sollte und dennoch im Juli 1995 von bosnisch-serbischen Einheiten militärisch erobert werden konnte. Hasanović macht auf die Hintergründe und den Verlauf des Völkermords aufmerksam, dem er - nachdem er gemeinsam mit zahlreichen anderen bosniakischen Männern den „Todesmarsch von Srebrenica" angetreten war - durch glückliche Umstände entkommen konnte.

      Den Genozid von Srebrenica überleben Band 11039
    • Srebrenica. Kein Vergessen. Kein Vergeben

      Der Bericht eines Überlebenden

      • 292 stránek
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      Hasan Hasanovic, Jahrgang 1973 stammt aus einem Dorf um Srebrenica. 1991 desertierte er aus der jugoslawischen Volksarmee und kehrte nach Srebrenica zurück wo er sich der im Entstehen befindlichen bosnischen Armee anschließt. 1993 stirbt sein Vater an Hunger, im gleichen Jahr heiratet Hasan und kurze Zeit später wird er Vater eines Sohnes der in belagerter Stadt auf die Welt kommt. Die ganze Zeit lebt die Bevölkerung unter Granatenbeschuss, zahlreiche bosniakische Flüchtlinge aus der Umgebung fliehen nach Srebrenica. Die Lage wird unerträglich. Im Juli 1995 nehmen die Serben die Stadt ein. Seine Mutter, seine Frau und sein Sohn flüchten in die niederländische UN Basis. Hasan, zusammen mit seinen jüngeren Brüdern Hajro und Hasib, macht sich auf den Weg durch die Wälder um das bosnische freie Territorium zu erreichen. Leider werden seine beiden Brüder dabei getötet; am Anfang der Flucht sein Bruder Hajro und kurz vor dem Ziel auch sein Bruder Hasib. Hasan lässt ihn nicht liegen, sondern trägt den Leichnam seines toten Bruders Hasib weitere 20km, um das Versprechen einzuhalten welches er seiner Mutter gegeben hat - dass mindestens 2 ihrer Söhne die Freiheit erlangen werden. Hasib Hasanovic wird somit das erste namentlich erfasste und begrabene Opfer des Srebrenica Genozids sein. Hasan Hasanovic lebt heute in Tuzla mit seiner Frau und 2 Kindern.

      Srebrenica. Kein Vergessen. Kein Vergeben