Fußnoten zur Literatur - 52: Mein Alphabet
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Das Deutsche wird seit etwa 1200 Jahren als Fremdsprache gelernt. Die ältesten Zeugnisse sind mittelalterliche Glossare für Reisende. Im Hochmittelalter florierte die 'direkte Methode': Man lernte Volkssprachen durch mündliche Instruktion. Wirtschaftliche Interessen und Massenvertreibungen im Zeichen von Glaubenskonflikten intensivieren im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit die Nachfrage nach Kenntnissen des Deutschen. Systematischer Deutschunterricht ist im 15. Jahrhundert in Norditalien nachweisbar, und auch in Mittel- und Osteuropa wird in dieser Zeit Deutsch unterrichtet. Eine große Vielfalt von Sprachbüchern, Wörterbüchern, Übungsmaterialien und schließlich auch Lerngrammatiken entsteht im 16. Jahrhundert, und im 17. Jahrhundert existiert bereits ein breites Spektrum von Kozepten und Medien für den Erwerb des Deutschen. Dieses Buch zeichnet erstmals den Gang dieser Entwicklung bis zum Ende des 17. Jahrhunderts.
Sprachwissenschaft in über 5.000 Einträgen. Den Schwerpunkt bilden grammatische Begriffe aus den verschiedenen Disziplinen der Linguistik wie Phonetik, Morphologie, Syntax und Semantik. Von der historischen Grammatik bis heute sind alle zentralen Begriffe erfasst. Dazu zählen auch Fachtermini aus interdisziplinären Arbeitsfeldern, wie z. B. Spracherwerbsforschung und Computerlinguistik. Auf dem aktuellen Stand der Forschung gehört diese Neuauflage zu den bewährten Arbeitsmitteln jedes Sprachwissenschaftlers.
Der Band gibt einen anschaulichen, mit zahlreichen Wort- und Bildbeispielen versehenen Überblick über aktuelle Entwicklungen der deutschen Sprache. Die 2. Auflage berücksichtigt die Sprachentwicklung nach dem Ende der DDR und die viel diskutierte Rechtschreibreform.