Volker Reiches kritische Bilder zu menschlicher Gewalt und ihrer Tradierung zeugen von einer unheimlichen Intensität, indem sie sich nicht scheuen, klar zur Schau zu stellen, wie komplex und ambivalent das sogenannte Menschliche ist, das uns alle gleichermaßen angeht. »Diese Uneindeutigkeit auf den zweiten Blick ist das Signum aller Bilder von KILLING IS FUN, und dieser verstörenden Unklarheit der dargebotenen nackten Gewalt passt sich die fremd erscheinende Schrift auf den Leinwänden kongenial an.« (Andreas Platthaus). Mit einer innovativen Bildsprache, in der die formalen Rahmen von Comic und Malerei durchkreuzt und neu abgesteckt werden, gelingt es Reiche, auch all dasjenige gegeneinander auszuspielen, was wir über uns selbst zu wissen glauben.
Friedrich Weltzien Pořadí knih (chronologicky)


Das Tier wird als das Andere, Gegenüber, Begleiter und Bildmotiv betrachtet. Es ist nicht nur Objekt wissenschaftlichen Interesses, sondern auch Kulturwesen und Partner in künstlerischen Prozessen. In den jüngsten Entwicklungen der Wissenschaft zeigt sich eine neue Perspektive auf Tiere, die durch die „Animal Studies“ geprägt ist. Diese Sichtweise betrachtet Tiere als Kulturwesen, was in der Geisteswissenschaft bisher wenig Beachtung fand. Die Publikation präsentiert Tiere als Kommunikationspartner und Subjekte. Die Autoren befassen sich mit einzigartigen Tieren wie Laika, dem Weltraumhund, oder Bobby, dem Gorilla, der im Naturhistorischen Museum Berlin ausgestellt ist. Auch namenlose Laborratten und tierische Protagonisten der Weltliteratur, wie Thomas Manns Hund Bauschan, werden thematisiert. Zudem werden tierische Beiträge mit kultureller Relevanz beleuchtet, etwa Tauben, die Landschaften fotografieren. Die gesammelten Beiträge verbinden wissenschaftliche und künstlerische Positionen. Renommierte Autoren der Animal Studies, darunter Jonathan Burt, Akira Lippit und Ken Shapiro, sowie nationale Experten wie Heike Baranzke und Hans Werner Ingensiep und bekannte Künstler wie Filip van Dingenen und Annie Dunning, bringen neue Perspektiven und Forschungsergebnisse in die Publikation ein.