Ungarn 1882: Im Dorf Tisza-Eszlár wird die junge Magd Esther von ihrer Dienstgeberin, der Bäuerin Bátori, erbarmungslos ausgebeutet. Auch von ihrer Mutter wird dem armen Mädchen keine Unterstützung zuteil. Als Esther am Palmsamstag unweit der Synagoge spurlos verschwindet, macht die Kunde, die Juden aus dem Dorf hätten Esther zu Pessach geopfert, schnell die Runde. Bald wird aus dem verhetzenden Gerücht ein bestimmendes Thema in den politischen Kreisen Budapests – und auch in den internationalen Zeitungen wird groß über den angeblichen Ritualmord berichtet. Der halbwüchsige Moritz Scharf, Sohn des jüdischen Tempeldieners, der sich von den religiösen Traditionen lossagen will, wird zum Spielball der antisemitischen Hetze. Sowohl in der Provinz als auch in Budapest wittern judenfeindliche Politiker und Staatsanwälte die Chance, mit diesem Fall ihre Karriere vorantreiben zu können. Bald beginnen auch deutschnationale Politiker in Berlin sich für den Fall zu interessieren. Das Gerücht aus einem kleinen ungarischen Dorf wird zum Staatsakt, und es kommt zu einem spektakulären Prozess auf Leben und Tod. Georg Wilhelm Pabst erfasste die politische Dimension dieser Ereignisse und gab das Drehbuch zu „Der Prozeß“ in Auftrag. Sein Film „Der Prozeß“ und Brunngrabers Roman erschienen gleichzeitig.
Rudolf Brunngraber Pořadí knih (chronologicky)
20. září 1901 – 5. duben 1960







Životní osudy čínského politika Tšun-lin Tsesiu (česky Lin Ce-sü). Po studiích v Kantonu odjíždí do Pekingu, kde odstartuje jeho zářná kariéra. Mezitím v Kantonu vzkvétá britský obchod s opiem. Tšun-lin je vyslán do rodného města jako císařský zplnomocněnec pro potlačení obchodu s opiem. Poslední část knihy popisuje opiové války a odchod Tšun-lina na odpočinek.
German








