Li Min ist der Privateunuche des Kaisers Qianlong und steht ihm Tag und Nacht zur Verfügung. Er hat schon dem Vater des Kaisers treue Dienste geleistet. Gleichzeitig ist Li Min mit einigen Söhnen Qianlongs befreundet und hat somit Einblick in die privatesten Bereiche des Hofes. Wieviel darf er dem Kaiser erzählen, ohne seine Freunde zu kompromittieren? Wieweit kann er Qianlong widersprechen, wenn seine Meinung von dessen Ansichten abweicht? Es gelingt Li Min meistens, die heikle Balance zu halten zwischen Diskretion und Offenheit – wie es sich für einen gewieften Eunuchen gehört. Nur wenn es um den machtlüsternen Günstling des Kaisers, Hešen, geht, sind Li Min die Hände gebunden, denn Qianlong ist von Hešen so sehr angetan, dass er ihm völlig vertraut und alles glaubt. Doch irgendwann beginnt dieser, mit seinen korrupten Machenschaften, das Wohl des Reiches zu gefährden. Kann es Li Min trotzdem gelingen, dem Kaiser die Augen für die Wahrheit zu öffnen, ohne dass er seinen Kopf riskiert?
Isabelle Gendre Knihy


Hinter Purpurmauern
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Die Qing Dynastie befindet sich nach dem Ende des zweiten Opiumkriegs 1860 im Niedergang. Die letzten Kaiser sind bloße Marionetten der Kaiserinwitwe Cixi, die mit allen Mitteln an ihrer Macht festhält. Dazu kommen Aufstände und weitere Kriege mit dem Westen, der dem Reich immer größere Zugeständnisse abfordert. Jabcans ganze Familie wird in Nanjing von den Taiping Rebellen, einer mächtigen, religiösen Sekte, massakriert. Traumatisiert flieht der junge Mann nach Beijing. Unerwartet findet er dort Unterschlupf bei Yixin, dem mächtigen Prinzen Gong. Dieser, ein gewiefter Diplomat und Taktiker, wird bald zu seinem guten Freund. In dessen prächtiger Residenz lebt auch der schöne Eunuche Junhao. Der Eunuche versucht, Jabcans Wunden zu heilen. Doch die Vergangenheit ist wie ein schwarzer Abgrund. Gelingt es Jabcan, die Zuwendungen Junhaos anzunehmen und seine schlimmen Erfahrungen zu verwinden? Isabelle Gendre zeichnet in ihrem Roman, in dem sich Historie und Fiktion überschneiden, wiederum ein lebendiges Bild eines zerfallenden Reichs und einer niedergehenden Kultur bis zum Zusammenbruch der Dynastie 1912.