Knihobot

Ethel Matala de Mazza

    Der populäre Pakt
    Der verfaßte Körper
    • Der verfaßte Körper

      • 476 stránek
      • 17 hodin čtení

      »Wo die politische Aktivität beginnt, hört die politische Romantik auf«, hat einst Carl Schmitt polemisiert und damit als belanglos abgetan, was die Autoren der romantischen Generation mit ihren Texten programmatisch vorantreiben wollten: die Neubegründung des Sozialen als ›Gemeinschaft‹; die Stiftung eines Verbundes ohne ›äußerliche‹ Gesetze, Gesellschaftsverträge und rechtliche Garantien, gehalten nur von einem unsichtbaren, inneren Band. Die Studie fragt nach den historischen und ideengeschichtlichen Voraussetzungen dieser Utopie. Ihr besonderes Interesse gilt jenem Konzept des Organismus, mit dem die jahrhundertealte Vorstellung des politischen Körpers um 1800 eine neue Bedeutung gewinnt. Biomedizinische Wissenschaften, Anthropologie und Naturphilosophie der Zeit liefern die Argumente dafür, daß dieser kollektive Körper, statt länger nur rhetorische Figur zu sein, zur ›Natur‹ der politischen Sache selber vereigentlicht werden kann. Soziale Verbundenheit als körperliches Einssein nicht nur geistig, sondern auch sinnlich erfahrbar zu machen, erwächst durch sie zur zentralen Herausforderung der romantischen Literatur. Analysen zu Novalis’ poetischem Staat, Schlegels literarischer Bibel, Adam Müllers rhetorischer Nationaloffensive und Achim von Arnims kulturpolitischen Initiativen zeichnen diese Zusammenhänge nach. In ihrem Mittelpunkt steht die je spezifische Verschränkung von ästhetischer Praxis und politischer Ambition.

      Der verfaßte Körper
    • Der populäre Pakt

      Verhandlungen der Moderne zwischen Operette und Feuilleton

      • 480 stránek
      • 17 hodin čtení

      Eine neue Perspektive auf die Transformation der Öffentlichkeit Die Geschichte der Moderne wird gerne als eine Bewegung erzählt, die von der sogenannten »Hochkultur« ausging, von Philosophie oder Dichtung, von Traktaten und Romanen. Ethel Matala de Mazza zeigt hingegen, dass die »populären Formen« einen ebenso großen Anteil am Durchbruch der Moderne hatten. Indem sie sich Genres wie Operette oder Feuilleton und ihren sozialen Einsätzen und ästhetischen Verfahren widmet, gelingt es ihr, das Politische im Populären zu finden und zu analysieren, wie diese Formen darauf antworten. Entstanden ist eine neue Geschichte der Transformation der Öffentlichkeit durch populäre Formen, in denen soziale Poetik und ästhetische Soziologie verschränkt werden – und die unmittelbar mit dem Schicksal dessen verknüpft sind, was nun »Gesellschaft« heißt.

      Der populäre Pakt