Knihobot

Andrea Lanfranchi

    Immigrantenkinder
    Biographie & Gesellschaft - 18: Immigranten und Schule
    Kinderbetreuung außer Haus - eine Entwicklungschance
    • Was brauchen kleine Kinder für eine gute Entwicklung? Liebe alleine genügt nicht. Sie brauchen Umwelten, mit denen sie sich auseinandersetzen können. Sie brauchen andere Kinder und sie brauchen Erwachsene - mit Betreuung und Anregungen - in der eigenen Familie und ausserhalb der eigenen Familie, zum Beispiel in Kindertagesstätten. bisher wurde die 'Fremdbetreuung' in Krippen, Horten oder bei Tagesmüttern als Notlösung betrachtet. Heute denken die meisten Eltern zwar anders - Unsicherheiten und Schuldgefühle sind aber nicht verschwunden; Leidet mein Kind bei meiner Abwesenheit? Kann es genauso gefördert werden, wie wenn sich die Mutter oder der Vater um es kümmert? Dieses Buch geht auf die Grundfragen von Eltern, Fachleuten und Politik ein - stellt aber das Kind in den Mittelpunkt und kippt Vorurteile und veraltete Forschungsbefunde um. Neuste Untersuchungen zeigen deutlich auf, dass familienergänzende Betreuung sich sehr positiv auf die Entwicklung kleiner Kinder auswirkt, sofern sie guter Qualität ist. Wo steht die Schweiz heute mit ihren Angeboten und Rahmenbedingungen? Welcher Handlungsbedarf und welche Perspektiven lassen sich aus gesellschaftlichen Entwicklungen und den neuesten Erkenntnissen ableiten? Verständlich und sachlich geschrieben, mit Beispielen praktischer Umsetzung und Innovationen, bietet dieses Buch eine Übersicht über die aktuelle Situation der familien- und schulergänzenden Betreuung in der Schweiz.

      Kinderbetreuung außer Haus - eine Entwicklungschance2004
    • Biographie & Gesellschaft - 18: Immigranten und Schule

      Tranformationsprozesse in traditionalen Familienwelten als Voraussetzung für schulisches Überleben von Immigrantenkindern - 2. Auflage

      • 307 stránek
      • 11 hodin čtení

      Fachleute sind sich einig, dass Arbeitsmigranten aus Italien in ihren Aufnahmeländern als integriert gelten und keine Probleme für die psychosoziale Versorgung darstellen. Die Situation ihrer Kinder in den Schulen wird ebenfalls positiver eingeschätzt als die von Kindern aus kulturell weiter entfernten Ländern. Diese Einschätzung könnte oberflächlich zutreffen, doch bei genauerer Betrachtung zeigen sich tiefere Probleme. Die pauschale Bezeichnung "Arbeitsmigranten aus Italien" ist irreführend, da die Kluft zwischen Nord- und Süditalien stetig wächst. In Süditalien, dem Herkunftsort der in dieser Studie untersuchten Familien, herrscht eine Kultur des "Immobilismus", die von Lepsius (1965) detailliert beschrieben wurde. Dieser soziokulturelle Immobilismus resultiert aus einer tiefen Kluft zwischen kulturellen Idealen und der sozioökonomischen Realität. Das kulturelle Leitbild der süditalienischen Gesellschaft orientiert sich an dem Lebensstil des städtischen, wirtschaftlich unabhängigen Intellektuellen, während die Mehrheit der Bevölkerung, bestehend aus Landarbeitern, kleinen Bauern und Handwerkern, in einer ganz anderen sozialen Lage lebt.

      Biographie & Gesellschaft - 18: Immigranten und Schule1995