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Bruder Affe

Menschenaffen und die Ursprünge menschlicher Gewalt

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Bis Anfang der 70er-Jahre glaubten wir, die einzigen Wesen zu sein, die Artgenossen ermorden und vergewaltigen. Doch der erste brutale Überfall eines Schimpansentrupps auf eine andere Gruppe offenbarte eine erschreckende Realität: die vollständige Ausrottung einer Schimpansengruppe. 1984 wurde die Frage nach den Ursachen dringlicher, als sich herausstellte, dass der Mensch nicht vor allen Menschenaffen vom gemeinsamen Urahn abgespalten ist, sondern erst nach Orang-Utan und Gorilla. Die Autoren, renommierte Primatenforscher, zeigen auf, dass Gewalt, Vergewaltigung und Mord nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen häufig vorkommen, wobei diese Gewalt fast ausschließlich von Männchen ausgeübt wird. Sie argumentieren, dass die Nahrungsverfügbarkeit die Größe der Gemeinschaft beeinflusst und somit verschiedene Gewaltformen evolutionär sinnvoll macht. Dennoch bedeutet die Gewaltbereitschaft unserer nächsten Verwandten nicht, dass dieser Weg unausweichlich ist. Die Bonobos, unsere nächsten Verwandten, zeigen ein gewaltfreies Verhalten, da Männchen keine Gewalt gegen Weibchen ausüben und diese sich in "Solidargemeinschaften" zusammenschließen. Die Autoren erklären überzeugend, warum Bonobos so gewaltfrei leben und beleuchten gleichzeitig die Ursprünge männlicher Gewalt. Dieses Wissen kann uns helfen, unser Wesen und unser Potenzial besser zu verstehen.

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Bruder Affe, Richard W. Wrangham

Jazyk
Rok vydání
2000
Vazba
(pevná)
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Titul
Bruder Affe
Podtitul
Menschenaffen und die Ursprünge menschlicher Gewalt
Jazyk
německy
Vydavatel
Hugendubel
Rok vydání
2000
Vazba
pevná
Počet stran
338
ISBN10
3720521869
ISBN13
9783720521864
Série
Původní název
Demonic males
Hodnocení
4,05 z 5
Anotace
Bis Anfang der 70er-Jahre glaubten wir, die einzigen Wesen zu sein, die Artgenossen ermorden und vergewaltigen. Doch der erste brutale Überfall eines Schimpansentrupps auf eine andere Gruppe offenbarte eine erschreckende Realität: die vollständige Ausrottung einer Schimpansengruppe. 1984 wurde die Frage nach den Ursachen dringlicher, als sich herausstellte, dass der Mensch nicht vor allen Menschenaffen vom gemeinsamen Urahn abgespalten ist, sondern erst nach Orang-Utan und Gorilla. Die Autoren, renommierte Primatenforscher, zeigen auf, dass Gewalt, Vergewaltigung und Mord nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen häufig vorkommen, wobei diese Gewalt fast ausschließlich von Männchen ausgeübt wird. Sie argumentieren, dass die Nahrungsverfügbarkeit die Größe der Gemeinschaft beeinflusst und somit verschiedene Gewaltformen evolutionär sinnvoll macht. Dennoch bedeutet die Gewaltbereitschaft unserer nächsten Verwandten nicht, dass dieser Weg unausweichlich ist. Die Bonobos, unsere nächsten Verwandten, zeigen ein gewaltfreies Verhalten, da Männchen keine Gewalt gegen Weibchen ausüben und diese sich in "Solidargemeinschaften" zusammenschließen. Die Autoren erklären überzeugend, warum Bonobos so gewaltfrei leben und beleuchten gleichzeitig die Ursprünge männlicher Gewalt. Dieses Wissen kann uns helfen, unser Wesen und unser Potenzial besser zu verstehen.