Knihobot

Melancholie

Figuren und Orte einer Stimmung

Parametry

  • 214 stránek
  • 8 hodin čtení

Více o knize

Wer Melancholie definitorisch festschreiben möchte, sieht sich mit einem flüchtigen Phänomen konfrontiert. Melancholie widersetzt sich dem Zugriff disziplinärer Eingrenzung und Lokalisierung, weil sie mit und durch die Frage nach ihrem eigentlichen Ort entsteht. Wer Melancholie zu erfassen sucht, wird von ihr selbst ergriffen, weil die Suche der Melancholie nach Orientierung und Sinn zur infragestellung des Fragenden wird. Philosophie und Psychoanalyse streiten sich, scheitern aber als Disziplin beide an der Unfassbarkeit dieses Affektes. In der Literatur jedoch befällt Melancholie das Zentrum jeder räumlichen Orientierung: den eigenen Körper. Sie schlägt ihm Wunden und provoziert damit auch Fragen nach der Leiblichkeit der Darstellung selbst und nach einer der Melancholie angemessenen Entäußerungsform. Autoren so unterschiedlicher Provinienz wie Freud, Binswanger, Kristeva, Abraham, Torok, Heidegger, Rilke und Robert Walser entdecken Melancholie als Sitz des Sprachlichen, dessen Exzessivität das Erzählen zum Verstummen bringt und Schrift in Bilder-Landschaften verwandelt.

Nákup knihy

Melancholie, Anette Schwarz

Jazyk
Rok vydání
1996
product-detail.submit-box.info.binding
(měkká)
Jakmile se objeví, pošleme e-mail.

Doručení

Platební metody

Nikdo zatím neohodnotil.Ohodnotit

Titul
Melancholie
Podtitul
Figuren und Orte einer Stimmung
Jazyk
německy
Rok vydání
1996
Vazba
měkká
Počet stran
214
ISBN10
3851652401
ISBN13
9783851652406
Série
Anotace
Wer Melancholie definitorisch festschreiben möchte, sieht sich mit einem flüchtigen Phänomen konfrontiert. Melancholie widersetzt sich dem Zugriff disziplinärer Eingrenzung und Lokalisierung, weil sie mit und durch die Frage nach ihrem eigentlichen Ort entsteht. Wer Melancholie zu erfassen sucht, wird von ihr selbst ergriffen, weil die Suche der Melancholie nach Orientierung und Sinn zur infragestellung des Fragenden wird. Philosophie und Psychoanalyse streiten sich, scheitern aber als Disziplin beide an der Unfassbarkeit dieses Affektes. In der Literatur jedoch befällt Melancholie das Zentrum jeder räumlichen Orientierung: den eigenen Körper. Sie schlägt ihm Wunden und provoziert damit auch Fragen nach der Leiblichkeit der Darstellung selbst und nach einer der Melancholie angemessenen Entäußerungsform. Autoren so unterschiedlicher Provinienz wie Freud, Binswanger, Kristeva, Abraham, Torok, Heidegger, Rilke und Robert Walser entdecken Melancholie als Sitz des Sprachlichen, dessen Exzessivität das Erzählen zum Verstummen bringt und Schrift in Bilder-Landschaften verwandelt.