Knihobot

Academische Nebenstunden allerhand neuer Gedichte

Parametry

  • 474 stránek
  • 17 hodin čtení

Více o knize

Hoch-vernünftiger Leser/ Indem ich Demselben einige Gedichte überliefere: so befinde ich mich über demjenigen/ was ich in dieser Vorrede sagen soll/ nicht wenig betroffen. Die Poesie, wie sie von mir und vielen andern getrieben worden/hat mehrentheils einen geringen Nutzen und noch weniger Tugend in sich; und da ich in einigen Jahren manche Stunden damit zugebracht; nun aber den Nahmen Menantes, einem neuen Poetischen Buche vorsetze: so steiget bey nahe eine Röthe in mein Gesicht. Man wird mich nach meinen längst herausgegebenen Gedichten urtheilen; oder sagen: daß mir die Poesie nicht weiter gezieme. In dem ersten thut man mir zu viel. Wegen des andern ist gewiß: Die Kräntze der Blumen stehen auf dem Haupte der zarten Jugend wohl anständiger/ als wenn sie ein in das Männliche Alter getretener Junggesell sich um die Schläfe bindet. Wie werden aber Gedichte fast anders angesehen/als ein Feld voller Blumen/ die anmuthig in die Augen fallen/ aber/ ob sie noch so viele Parade machen/ keinen Vortheil als eine müßige und zum öftern verderbliche Augen-Weide bey sich führen? Ich habe zwar ernsthaftere Sachen gleichfals geschrieben: allein um desto seltsamer wird es lassen/ daß ich gleichsam aus dem Sommer/ von der Ernde Nahrungs-reicher Früchte hinweglaufe/ und mich hinwiederum in den bunten Frühling begebe...

Nákup knihy

Academische Nebenstunden allerhand neuer Gedichte, Christian Friedrich Hunold

Jazyk
Rok vydání
2022
Vazba
(měkká)
Jakmile se objeví, pošleme e-mail.

Doručení

  • Doprava zdarma od 499 Kč po celém Česku! Více info

Platební metody

Nikdo zatím neohodnotil.Ohodnotit

Titul
Academische Nebenstunden allerhand neuer Gedichte
Jazyk
německy
Vydavatel
Culturea
Rok vydání
2022
Vazba
měkká
Počet stran
474
ISBN13
9782385085520
Série
Kategorie
Anotace
Hoch-vernünftiger Leser/ Indem ich Demselben einige Gedichte überliefere: so befinde ich mich über demjenigen/ was ich in dieser Vorrede sagen soll/ nicht wenig betroffen. Die Poesie, wie sie von mir und vielen andern getrieben worden/hat mehrentheils einen geringen Nutzen und noch weniger Tugend in sich; und da ich in einigen Jahren manche Stunden damit zugebracht; nun aber den Nahmen Menantes, einem neuen Poetischen Buche vorsetze: so steiget bey nahe eine Röthe in mein Gesicht. Man wird mich nach meinen längst herausgegebenen Gedichten urtheilen; oder sagen: daß mir die Poesie nicht weiter gezieme. In dem ersten thut man mir zu viel. Wegen des andern ist gewiß: Die Kräntze der Blumen stehen auf dem Haupte der zarten Jugend wohl anständiger/ als wenn sie ein in das Männliche Alter getretener Junggesell sich um die Schläfe bindet. Wie werden aber Gedichte fast anders angesehen/als ein Feld voller Blumen/ die anmuthig in die Augen fallen/ aber/ ob sie noch so viele Parade machen/ keinen Vortheil als eine müßige und zum öftern verderbliche Augen-Weide bey sich führen? Ich habe zwar ernsthaftere Sachen gleichfals geschrieben: allein um desto seltsamer wird es lassen/ daß ich gleichsam aus dem Sommer/ von der Ernde Nahrungs-reicher Früchte hinweglaufe/ und mich hinwiederum in den bunten Frühling begebe...