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Wie kommt es zu Neuem in der Wissenschaft? »Ich wünsche mir, dass keiner so genau weiß, ob ich Molekularbiologe, Philosoph, Wissenschafts-Historiker, Liebhaberbotaniker, Poet oder sonst was bin, oder alles zusammen. Ich wünsche mir, dass ich weiter tun kann, was mir bisher zu tun vergönnt war. Auf der Suche zu sein, nach dem, was ich nicht weiß, also alles zu erforschen.« »Gesenkt den Kopf / immer auf der Suche / nach römischen Münzen / so hab ichs gelernt«, lautet eine Strophe Hans-Jörg Rheinbergers. Im Gespräch mit ihm wird sie zum Anlass genommen, auch der Frage nachzugehen, ob sich die Stelle, von der aus jemand zu suchen beginnt, bestimmen lässt. Das schriftstellerische Werk Rheinbergers, der zu Beginn seines Studiums unter anderem Texte des Lettristen Isidore Isou und des Dekonstruktivisten Jacques Derrida ins Deutsche übersetzte, wäre undenkbar ohne die Wirkung, die bestimmte Denker und Dichter auf ihn ausübten. Seine wissenschaftlichen und poetischen Erkundungsgänge sind daher auch Gänge des Andenkens. Wer aber eine Tradition fortschreibt, wird sie zwangsläufig deformieren und erweitern, schon deshalb, weil die Menge des gesicherten Wissens vom Wissenschaftler oder Dichter neu zusammengewürfelt wird.
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Einsichten im Dialog: Die Farben des Tastens, Hans Rheinberger, Alexandru Bulucz, Isidore Isou, Jan Kuhlbrodt
- Jazyk
- Rok vydání
- 2015
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- (měkká),
- Stav knihy
- Velmi dobrá
- Cena
- 149 Kč
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- Titul
- Einsichten im Dialog: Die Farben des Tastens
- Podtitul
- Der Philosoph Hans-Jörg Rheinberger im Gespräch mit Alexandru Bulucz
- Jazyk
- německy
- Vydavatel
- Edition Faust
- Rok vydání
- 2015
- Vazba
- měkká
- Počet stran
- 64
- ISBN10
- 3945400236
- ISBN13
- 9783945400234
- Série
- Štítky
- Naučná literatura, Filosofická tématika, Rozhovory, Etika, Dějiny vědy, Filozofie vědy, Dialog, Dějiny přírodních věd
- Anotace
- Wie kommt es zu Neuem in der Wissenschaft? »Ich wünsche mir, dass keiner so genau weiß, ob ich Molekularbiologe, Philosoph, Wissenschafts-Historiker, Liebhaberbotaniker, Poet oder sonst was bin, oder alles zusammen. Ich wünsche mir, dass ich weiter tun kann, was mir bisher zu tun vergönnt war. Auf der Suche zu sein, nach dem, was ich nicht weiß, also alles zu erforschen.« »Gesenkt den Kopf / immer auf der Suche / nach römischen Münzen / so hab ichs gelernt«, lautet eine Strophe Hans-Jörg Rheinbergers. Im Gespräch mit ihm wird sie zum Anlass genommen, auch der Frage nachzugehen, ob sich die Stelle, von der aus jemand zu suchen beginnt, bestimmen lässt. Das schriftstellerische Werk Rheinbergers, der zu Beginn seines Studiums unter anderem Texte des Lettristen Isidore Isou und des Dekonstruktivisten Jacques Derrida ins Deutsche übersetzte, wäre undenkbar ohne die Wirkung, die bestimmte Denker und Dichter auf ihn ausübten. Seine wissenschaftlichen und poetischen Erkundungsgänge sind daher auch Gänge des Andenkens. Wer aber eine Tradition fortschreibt, wird sie zwangsläufig deformieren und erweitern, schon deshalb, weil die Menge des gesicherten Wissens vom Wissenschaftler oder Dichter neu zusammengewürfelt wird.


