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Zeit der Krammetsvögel

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Der Berg östlich der Stadt wirkt bei Sonnenschein angenehm, doch die Geschichte beginnt und endet im Regen. Seit Martini des letzten Jahres hat es ununterbrochen genieselt, und die Stadt ist in einer ständigen Feuchtigkeit gefangen, die in die Wände und Knochen der Menschen eingedrungen ist. In diesen düsteren Zeiten des Hungers und Krieges haben die Bewohner sich an das monotone Geräusch des Regens gewöhnt und tragen ihre Köpfe gesenkt durch die tristen Straßen. Begegnungen sind flüchtig, oft ohne Gruß, es sei denn, sie haben eine tiefere Bedeutung. Der Regen selbst scheint gleichgültig zu sein, während die Einwohner, die noch nicht vertrieben wurden, Entwässerungsgräben um ihre Häuser ziehen. Möbel werden erhöht, um die Kälte des Bodens abzuhalten, und die feuchte Luft lässt seltsame Träume entstehen. Im Frühling 1634 wird die verregnete Stadt Coesfeld zum Schauplatz eines Konflikts zwischen kaiserlichen, hessischen und schwedischen Truppen. Das Schicksal verschiedener Personen – darunter Anna Krabbe, Cornelis von Velen, Magister Matthias Gweitner, der Knecht Smelling und das Waisenkind Mette – verknüpft sich in dieser kriegerischen Kulisse. Jeder von ihnen ist vom Krieg gezeichnet und reflektiert auf einem gefährlichen Marsch die Grausamkeit des Konflikts. Die Erkenntnis, dass der Mensch dem Menschen ein Wolf ist, prägt ihre Erlebnisse und zeigt die Bestialität des Krieges, der die Menschen zu Werkzeugen macht.

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Zeit der Krammetsvögel, Georg Veit

Jazyk
Rok vydání
1997
Vazba
(měkká),
Stav knihy
Velmi dobrá
Cena
109 Kč

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Titul
Zeit der Krammetsvögel
Jazyk
německy
Autoři
Georg Veit
Vydavatel
Waxmann
Rok vydání
1997
Vazba
měkká
Počet stran
180
ISBN10
389325417X
ISBN13
9783893254170
Série
Anotace
Der Berg östlich der Stadt wirkt bei Sonnenschein angenehm, doch die Geschichte beginnt und endet im Regen. Seit Martini des letzten Jahres hat es ununterbrochen genieselt, und die Stadt ist in einer ständigen Feuchtigkeit gefangen, die in die Wände und Knochen der Menschen eingedrungen ist. In diesen düsteren Zeiten des Hungers und Krieges haben die Bewohner sich an das monotone Geräusch des Regens gewöhnt und tragen ihre Köpfe gesenkt durch die tristen Straßen. Begegnungen sind flüchtig, oft ohne Gruß, es sei denn, sie haben eine tiefere Bedeutung. Der Regen selbst scheint gleichgültig zu sein, während die Einwohner, die noch nicht vertrieben wurden, Entwässerungsgräben um ihre Häuser ziehen. Möbel werden erhöht, um die Kälte des Bodens abzuhalten, und die feuchte Luft lässt seltsame Träume entstehen. Im Frühling 1634 wird die verregnete Stadt Coesfeld zum Schauplatz eines Konflikts zwischen kaiserlichen, hessischen und schwedischen Truppen. Das Schicksal verschiedener Personen – darunter Anna Krabbe, Cornelis von Velen, Magister Matthias Gweitner, der Knecht Smelling und das Waisenkind Mette – verknüpft sich in dieser kriegerischen Kulisse. Jeder von ihnen ist vom Krieg gezeichnet und reflektiert auf einem gefährlichen Marsch die Grausamkeit des Konflikts. Die Erkenntnis, dass der Mensch dem Menschen ein Wolf ist, prägt ihre Erlebnisse und zeigt die Bestialität des Krieges, der die Menschen zu Werkzeugen macht.