Karlsbad, Baden-Baden, Vichy – seit der Renaissance kamen jeden Sommer bedeutende Menschen aus ganz Europa in mondänen Heilbädern zusammen. Hier machten Monarchen, Kanzler und Spione ihre Kuren sowie große Politik und damit Geschichte – oft unter kuriosen Umständen, im Dampfbad schwitzend oder mit dem Trinkbecher auf der Kurpromenade. Schriftsteller und Komponisten genossen die morbid elegante Atmosphäre der Bädergesellschaft, während sie europäische Kulturgeschichte schrieben: Werke wie Beethovens Neunte Sinfonie, Goethes Marienbader Elegie oder Dostojewskis Spieler-Roman wurden in Kurstädten geschaffen oder inspiriert. Lutz C. Kleveman macht sich auf eine Reise zu den berühmten Heilbädern Europas, um in ihren verlassenen Grandhotels und Trinkhallen bislang kaum bekannten Geschichten nachzuforschen, in denen es um hohe Kunst, Diplomatie und Sinnlichkeit geht. Mit zahlreichen Abbildungen.
Lutz Kleveman Pořadí knih (chronologicky)





Smyrna in Flammen
Der Untergang der osmanischen Metropole 1922 und seine Folgen für Europa
»Ein Meisterwerk.« Philipp Blom Ein welthistorisches Ereignis jährt sich zum 100. Mal: der Brand von Smyrna, der legendären Hafenstadt des Osmanischen Reichs. Zehntausende Menschen kamen dabei 1922 ums Leben. Die blühende Metropole, das heutige Izmir, wurde völlig zerstört. Auf den türkisch-griechischen Krieg folgte ein Bevölkerungsaustausch, bei dem fast zwei Millionen Christen und Muslime aus ihrer Heimat fliehen mussten und der als Blaupause für alle ethnischen Säuberungen des 20. Jahrhunderts dienen sollte. Während der aktuellen Flüchtlingskrise reist Lutz C. Kleveman ein Jahr lang auf die griechischen Inseln und nach Izmir – über Grenzen und durch die Zeit. Dabei entdeckt er das historische Smyrna wieder, wo Griechen, Türken, Juden, Armenier, Europäer und Amerikaner einst friedlich zusammenlebten. Er lässt die kosmopolitische Metropole erzählerisch auferstehen und uns verstehen, wie es zur Katastrophe von 1922 kommen konnte. Einer Katastrophe, die Europa für immer verändern sollte.
Lvov. Zapomenutý střed Evropy
- 347 stránek
- 13 hodin čtení
Zápodoukrajinský Lvov, kdysi součást habsburské říše, byl centrem mnoha kultur a dějištěm mnoha snů a tragédií. Býval považován za "Jeruzalém Evropy", kde společně žili Poláci, Židé, Ukrajinci a Němci. Tamní kulturní i vědecké prostředí si před druhou světovou válkou v ničem nezadalo s Berlínem a Vídní, avšak jako mnoho jiných středoevropských měst ztratil i Lvov téměř všechno obyvatelstvo v důsledku války, holokaustu a vyhnání - a s nimi pozbyl i paměti. O sedmdesát let později, roku 2017, se německý historik a publicista Lutz C. Kleveman (*1974) snaží odhalit pohřbenou minulost tohoto fascinujícího města, při tom však objevuje i širší dějinné souvislosti lvovské historie a brilantně vypráví o dějinách Evropy až do dnešních dnů.
Kriegsgefangen. Meine deutsche Spurensuche
- 478 stránek
- 17 hodin čtení
Lutz Kleveman, ein junger Kriegsreporter, reist zehn Jahre lang in Krisengebiete und hinterfragt nach einem Aufenthalt im Irak seine Faszination für Krieg. Bei einer Entdeckung auf Gut Ankelohe findet er Briefe seines Großvaters, der im Ersten Weltkrieg kämpfte und später im Dritten Reich diente. Dies führt ihn auf eine Spurensuche nach seinen Wurzeln.
Der Kampf um das heilige Feuer
- 256 stránek
- 9 hodin čtení
Lutz Kleveman, geboren 1974, lebt als freier Journalist und Autor in Berlin. Er studierte Geschichte in Aix-en-Provence und an der London School of Economics (LSE) und arbeitete für den Nachrichtensender CNN und das ZDF. Seither hat er sich auf Reportagen aus Krisengebieten spezialisiert und vom Balkan, aus Westafrika, Osteuropa, dem Kaukasus und Zentralasien berichtet, u. a. für den Daily Telegraph, Newsweek und SpiegelOnline.