Knihobot

Volker Beck

    Wie deutsch ist Jiddisch?
    Antisemitismusbekämpfung und Staatsräson ins Grundgesetz?
    • Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist am 23. Mai 1949 in Kraft getreten. Die Mitglieder des Parlamentarischen Rates haben es als Antwort auf die Erfahrungen der deutschen Geschichte verfasst. „Das Grundgesetz kann weithin geradezu als Gegenentwurf zu dem Totalitarismus des nationalsozialistischen Regimes gedeutet werden und ist von seinem Aufbau bis in viele Details hin darauf ausgerichtet, aus den geschichtlichen Erfahrungen zu lernen und eine Wiederholung solchen Unrechts ein für alle Mal auszuschließen,“ konstatiert das Bundesverfassungsgericht. Aktuell gibt es in einigen Landtagen Initiativen und Beschlüsse, den Kampf gegen Antisemitismus im Grundgesetz oder in den Länderverfassungen zu verankern. Dieser Band versammelt Perspektiven aus der Politik, Rechtswissenschaft und Praxis. Wie viel „Nie wieder“ steht schon heute in unserer Verfassung? Gehört der Schutz Israels als Staatsräson ins Grundgesetz? Welchen rechtlichen Mehrwert hätte die Aufnahme von Antisemitismusbekämpfung in die Verfassung? Und welche Erfahrungen haben einzelne Bundesländer bisher damit gemacht? Mit Beiträgen u. a. von Udo Di Fabio | Angelika Günzel | Norbert Janz | Matthias von Kaler | Susanne Krause-Hinrichs | Barbara Richstein | Christoph Schuch | Ludwig Spaenle | Olaf Steinbiß | Alexander Thiele

      Antisemitismusbekämpfung und Staatsräson ins Grundgesetz?
    • Wie deutsch ist Jiddisch?

      Zu Kontroversen in Sprach-, Geschichts- und Rechtswissenschaft über eine identitätspolitische Frage

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      „Jiddisch ist nicht Deutsch“, sagt der Bundesgerichtshof apodiktisch. Das deutsche Recht leitet weitreichende Differenzierungen aus dieser These ab. Wie tragfähig das ist, oder eben auch nicht, hinterfragen die Autorinnen und Autoren dieses Bandes: Welche Gemeinsamkeiten haben Jiddisch und Deutsch? In welchen kulturell geprägten Räumen ist das Jiddische entstanden? Wie verhalten sich die Verwandtschaftsverhältnisse von Deutsch und Jiddisch? Kann man „Mameloshn“ sprechen und trotzdem dem deutschen Sprach- und Kulturkreis angehören? Auf welchen konzeptionellen Grundlagen beruhen die Definitionen deutscher Volkszugehörigkeit? Sind solche identitätspolitischen Homogenisierungen heute noch zeitgemäß? Dieser Band versammelt verschiedene Perspektiven auf die jiddische Sprache und ihre komplexen Beziehungen zum Deutschen. Er bietet vielschichtige Einblicke in die Geschichte, Struktur und Soziolinguistik des Jiddischen im europäischen Kontext. Beleuchtet wird die historische Entwicklung des Jiddischen, einschließlich seiner Rolle für das jüdische Leben in Osteuropa, der Sowjetunion und Israel. Aber auch die Debatten über Sprachnormierung und Germanismen werden erörtert. Mit Beiträgen u. a. von Alexander Beider | Michael Blume | Csaba Földes | Elvira Grözinger | Karl E. Grözinger | Steffen Krogh | Alfred Lameli | Albrecht Plewnia | Rachel Rojanski | Lea Schäfer

      Wie deutsch ist Jiddisch?