Der sechste Band der Schriftenreihe Studien zum Klimawandel in Österreich untersucht die Verletzbarkeit des Tourismus gegenüber Wetter- und Klimaänderungen. Der Tourismus, insbesondere der Wintertourismus, ist ein zentraler Bestandteil der österreichischen Wirtschaft. Die Abhängigkeit vieler Regionen vom Tourismus führt zu einer verstärkten Verletzbarkeit durch klimatische Einflüsse. Diese Forschung konzentriert sich auf die Auswirkungen kurzfristiger Wetterschwankungen und langfristiger Klimaänderungen auf den Tourismussektor in allen österreichischen Gemeinden. Durch die Analyse von Klimaänderungsszenarien und der wetterbedingten Vulnerabilität der regionalen Wirtschaft wird dieser Zusammenhang systematisch und umfassend beleuchtet. Detaillierte Ergebnisse für repräsentative Skigebiete in verschiedenen Klimazonen und Höhenlagen geben Aufschluss darüber, welche Beschneiungstechnologien in Zukunft wie viele Schifahrtage garantieren können. Die umfassende regionalwirtschaftliche Analyse unterstützt nicht nur die Entwicklung technischer Anpassungsstrategien, sondern betont auch die Notwendigkeit, regionale Einkommensquellen zu diversifizieren und die Flexibilität des sozioökonomischen Systems zu erhöhen.
Franz Prettenthaler Knihy


„I am just a scientist.“ – „Ich bin ja nur ein Forscher.“ Dieser Aussage des Napalm-Erfinders Louis F. Fieser auf die Frage nach seiner Verantwortung für die durch Napalm Getöteten im Vietnamkrieg widerspricht die Arbeitsgruppe „Ethik in Forschung und Technik“ der JOANNEUM RESEARCH: Wer Forschungsergebnisse verfügbar macht, muss sich immer auch seiner Verantwortung für die Folgen bewusst sein. Die Arbeitsgruppe besteht aus engagierten Forschern der JOANNEUM RESEARCH. Sie lädt regelmäßig Experten zu Gesprächen über konkrete Fragen der Forschungsethik ein, die in diesem Band zu Wort kommen: z. B. Julian Nida-Rümelin, Manfred Prisching, Sonja Rinofner-Kreidl, W. Theobald. Die Themen reichen von den Grundlagen ethischer Entscheidungen bis zur Sicherheits- und Umweltforschung.