Ira Spieker Knihy






Reinliche Leiber - Schmutzige Geschäfte
Körperhygiene und Reinlichkeitsvorstellungen in zwei Jahrhunderten
- 303 stránek
- 11 hodin čtení
Die heutigen Hygiene- und Sauberkeitsstandards sind das Ergebnis intensiver Diskussionen zwischen Staat, Medizin und Bürgertum im 19. Jahrhundert. Der reich bebilderte Sammelband verdeutlicht, wie die daraus entstandenen Reinlichkeitsnormen verschiedene Bereiche des öffentlichen und privaten Lebens beeinflussten. Die Beiträge behandeln vielfältige Themen, darunter neue Formen der Körperpflege, intime Bedürfnisse, Menstruationshygiene, eheliches Sexualleben und Schwangerschaftsverhütung. Zudem werden Fäkalienentsorgung, Müllabfuhr, Wassermangel und die Bekämpfung von Krankheiten wie Cholera und Typhus thematisiert. Anhand konkreter Beispiele werden Entwicklungen aufgezeigt, die in Deutschland zeitgleich stattfanden. Der Fokus liegt auf den Vorstellungen und Praktiken der Reinlichkeit im gehobenen Bürgertum sowie in der sozialen Unterschicht. Der Inhalt umfasst unter anderem Ratschläge zur Körper- und Schönheitspflege im 19. Jahrhundert, die Popularisierung von Volksbädern um die Jahrhundertwende und die Ehehygiene in den 20er Jahren, sowie die künstliche Beschränkung der Kinderzahl zwischen 1900 und 1930 in Deutschland.
Umbrüche - Erfahrungen gesellschaftlichen Wandels nach 1989
Spurensuche; Geschichte Und Kultur Sachsens (8)
- 184 stránek
- 7 hodin čtení
Neben den Veränderungen in Politik, Wirtschaft und Recht stellte das Ende der realsozialistischen Gesellschaft eine bedeutsame Erfahrung für viele Menschen dar. So ging mit dem Verlust der Alltagswelt der DDR eine Umstellung auf neue Anforderungen, Freiheiten und Zwänge einher, die in ganz unterschiedlicher Weise – als Chance, als Niederlage oder als Notwendigkeit – bewältigt wurden. Das Buch nimmt bislang wenig bekannte Facetten der Zeit nach 1989/90 in den Blick und beleuchtet die damit verbundenen Erfahrungen und Interpretationen. Thematisiert werden individuelle und kollektive Transformationserfahrungen ebenso wie die institutionellen Veränderungen und Wandlungen der Erinnerungskultur. So entsteht das Bild eines Umbruchprozesses, dessen Widersprüchlichkeit der Vorstellung einer gradlinigen Umgestaltung entgegensteht.