Alf Poier ist der Meister des schrägen Humors. Bekannt wurde er unter anderem für seine abstrusen Zeichnungen und Bastelarbeiten, die er in seine vielfach preisgekrönten Kabarettprogramme einfließen ließ! Anlässlich seines 20-jährigen Bühnenjubiläums hat sich der Meister nun Zeit genommen, um aus seinem „lachhaften“ Werk eine beschauliche Anzahl an Objekten, Bildern und Fotos auszuwählen und in den „123 Meisterwerken“ zu präsentieren. Neben den bereits zum Kult gewordenen Zeichnungen, wie der „Kami-Katze“, dem „Brenn-Esel“ oder dem „Hard-Chor“, gibt es in „123 Meisterwerke“ aber auch schräge Objektkunst, wie die „Arsch-Geige“, den „Aschen-Pudel“ oder die „Streich-Wurst“, zu bewundern. Aber nicht nur seine berühmtesten Bilder, Objekte, Malereien und Fotos sind im vorliegenden Konvolut zu sehen, sondern auch viele noch unveröffentlichte Werke. Damit es inmitten von Parallelwelten, vom Himmel stürzenden Spiegeleiern und schuldigen Katzen zu keinen Fehlinterpretationen kommt, hat sich der Ausnahme-Künstler auch noch die Zeit genommen, seine ungemäßen Werke zweckkonform zu deuten und eigensprachlich zu untermauern. Chapeau!
Alf Poier Knihy



Dieses Buch ist ein geistiges Sterbebuch. Es handelt vom zierlichen Landleben, von der Suche nach der letzten Totalwerdung und anderen Katastrophalansichten aus dem Bereich der ziemlichen Direktheit
„Als ich am 31. Juli 2021 mit meinem Programm ‚Humor im Hemd‘ die Bühne betrat, wusste ich, dies würde vorerst mein letzter Auftritt auf einer Kabarettbühne sein.“ Alf Poier beginnt seinen Lebensrückblick eigentlich mit einem Ende: seinem vorläufigen Abschied vom Kabarett. Und er hört auf in einer buddhistischen Meditationshöhle in Südthailand. Dazwischen gibt es „investigative“ Rückblenden auf sein provokant- vielfältiges Lebenswerk, seine skurrilen Liebschaften und die vielen Skandale, die ihn begleiten. Wir erfahren, wie es kam, dass er 2003 beim Song-Contest den 6. Platz errang, weshalb er nach der Eröffnung seines Museums zahlreiche Anzeigen erhielt, warum ihn ein Mann auf offener Bühne mit Pferdemist bewarf, was der Grund für sein spektakuläres Zerwürfnis mit seinem Manager war, und vieles mehr. Darüber hinaus lässt er uns an seinem Weg nach Asien und zur dadaistischen Malerei teilhaben. Gewidmet ist diese höchst ausgefallene Lebensgeschichte, wenig verwunderlich, „all jenen, die bereit sind, unausgetretene Pfade zu beschreiten, und die entgegen jeder Vernunft an ihren Zielen festhalten.“