Genueser Szene // Ein Chor Möwen wies uns die / Plätze. Mit jungen Frachtern zogen / letzte Termine ins Blaue. Jeder für // sich kauten wir den Dreck / von den ausschüssigen Worten ab / die zerkratzten Reden am Gaumen. // Unter Deck legte uns jemand / Hall auf die vom Mast der Jahre / hinabprallenden Urteile. // Kadenz angestrengter Lichter / gegenüber mit einem Mal die / Welt ein gewogenes Publikum.
Asmus Trautsch Knihy



Ich trete in einen Garten. In Trudering, Verona, Winchester. Der Eintritt durch eine Pforte, eine Öffnung in der Hecke, eine unterbrochene Mauer ist fast immer mühelos. Ich atme und blicke freier, empfinde unmittelbar Gastfreundschaft. Ein Lustgefühl am Dasein ist die Summe der Sinne, die mit dem Eintritt offener werden. Ich sehe, höre, rieche, spüre gleichzeitig. Im lebendigen Erleben wächst sich die Lust zum Impuls aus, in diesem Reich tätig zu werden. Der Garten stimmt mich auf sich ein, als wäre ich nicht nur willkommen, sondern bereits in meine Umgebung gewachsen.
Dieses Buch macht die griechische Tragödie und ihre philosophische Reflexion seit der Antike für eine Theorie tragischer Erfahrung fruchtbar, die die leidenden Individuen in den Mittelpunkt rückt. Asmus Trautsch erschließt die existentielle Dimension der antiken Gattung für die Gegenwart und zeigt, dass die Tragödie als erstaunlich treffsicheres Modell für die mittlerweile global wirksamen Selbstgefährdungen des Menschen dienen kann.