Die Arbeit untersucht die dynamischen Prozesse der Wortbildung in der Linguistik und beleuchtet die kontinuierliche Entstehung neuer Wörter. Diese neuen Begriffe können entweder in den allgemeinen Wortschatz einer Sprache integriert werden oder bleiben auf bestimmte Gruppen innerhalb einer Sprechergemeinschaft beschränkt. Die Analyse bietet einen tiefen Einblick in die Mechanismen und Herausforderungen, die mit der Entwicklung und Etablierung von Sprache verbunden sind.
Carolin Hildebrandt Knihy






Den Steppenwolf spektakularisieren
Eine Lektüre von Hesses Roman mit Guy Debord
- 100 stránek
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Die Masterarbeit untersucht die Verbindung zwischen Hermann Hesses "Der Steppenwolf" und Guy Debords "Die Gesellschaft des Spektakels". Dabei wird die Möglichkeit erörtert, Debords Thesen auf Hesses Werk anzuwenden, obwohl Hesse Debord wahrscheinlich unbekannt war. Anstatt einfache Parallelen zu ziehen, zielt die Arbeit darauf ab, kritische Überlegungen zu revidieren, die durch den Kultstatus der Werke verzerrt wurden. Die geringe wissenschaftliche Auseinandersetzung mit beiden Texten wird als bemerkenswert betrachtet und soll auf tiefere, oft übersehene Aspekte hinweisen.
Das Buch beleuchtet das Leben und die Kindheit von Doris Lessing, die in Persien geboren und in Simbabwe aufgewachsen ist. Es wird auf die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter eingegangen, die ihre Enttäuschungen auf Doris projizierte, während ihr Bruder bevorzugt wurde. Diese familiären Konflikte prägten Lessings Leben und fanden ihren Ausdruck in ihren literarischen Werken. Die Autorin brach früh die Schule ab und suchte ihren eigenen Weg, was ihre Entwicklung und die Themen ihrer späteren Schriften stark beeinflusste.
Stefan Zweigs 'Amokläufer' zwischen Ereignis und Nicht-Ereignis
'Wissen Sie, was Amok ist?'
Die Studienarbeit analysiert das Konzept des Amoklaufs aus einer literaturwissenschaftlichen Perspektive und beleuchtet die damit verbundene Ambivalenz. Sie untersucht, wie unterschiedliche Ereignistheorien auf die Darstellung von Amok in der Literatur angewendet werden können. Durch die kritische Auseinandersetzung mit literarischen Texten wird aufgezeigt, wie Amok als kulturelles und psychologisches Phänomen interpretiert werden kann. Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Auswirkungen dieser Darstellungen auf das Verständnis von Gewalt in der Gesellschaft.
Die Untersuchung beleuchtet die Verbindung zwischen Hermann Hesses Werk und Guy Ernest Debords Konzept der Gesellschaft des Spektakels. Obwohl diese Beziehung nicht sofort offensichtlich ist, wird im Verlauf der Analyse ihre Bedeutung deutlich. Die Studie nutzt Debords passagenhafte Formulierungen, die eine offene, vielschichtige Denkweise fördern und verschiedene Zugänge zu den Ideen ermöglichen. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit, Debords Thesen auf Hesses literarischen Text anzuwenden und tiefere Einsichten in beide Werke zu gewinnen.
Der Orient in Hermann Hesses Die Morgenlandfahrt - Westliche Imagination oder Entwicklung einer selbstständigen Kultur?
Zum Reisemotiv und der Entdeckung des Fremden und des Anderen im Kontext des Orientalismus postkolonialer Studien
Die Analyse beschäftigt sich mit dem Orientbild in Hermann Hesses "Die Morgenlandfahrt" und untersucht, ob es sich um eine westliche Imagination oder um einen eigenständigen, fiktiven kulturellen Orient handelt. Der Fokus liegt auf dem Reisemotiv und der Entdeckung des Fremden, im Kontext der Orientalismusdebatte und postkolonialer Studien. Die Arbeit beleuchtet Hesses Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und vergleicht sein Werk mit Siddhartha, während sie die Relevanz für die Beziehung zwischen Ost und West auf literarischer und gesellschaftlicher Ebene herausarbeitet.
Klischee oder Abrechnung?
Analyse des in Jakob Heins "Mein erstes T-Shirt" vermittelten Bildes der DDR
Die Studienarbeit analysiert das Bild der DDR in Jakob Heins Werk "Mein erstes T-Shirt" und beleuchtet, ob die Darstellung stereotypisch oder als kritische Auseinandersetzung mit dem diktatorischen System zu verstehen ist. Im Fokus steht die Einordnung des Buches in den Kontext der Ost-West-Differenzen und die Frage, ob es eine innovative Perspektive auf die geteilte Vergangenheit Deutschlands bietet. Die Analyse konzentriert sich auf zentrale Passagen, um die Argumentation prägnant zu halten und die Komplexität der Thematik zu erfassen.
Was wäre wenn...? Zur kontrafaktischen Imagination einer Welt ohne Adolf Hitler am Beispiel von Eric-Emmanuel Schmitts Roman 'Adolf H. Zwei Leben'
Pseudo-wissenschaftliches Gedankenspiel oder kulturelle Aufarbeitung der Vergangenheit?
Die Arbeit beleuchtet die Relevanz des kontrafaktischen Denkens in der Geschichtswissenschaft und Literatur. Sie thematisiert, wie das Hinterfragen eines vermeintlich linearen Geschichtsverlaufs das Verständnis von Geschichte und deren Ungewissheiten herausfordert. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, dass viele historische Ereignisse alternative Verläufe hätten nehmen können, was die gängige Auffassung von Geschichtsschreibung in Frage stellt. Trotz einer gewissen Skepsis gegenüber dieser Denkweise wird ein wachsender Trend zur Achronie sowohl in wissenschaftlichen als auch literarischen Kontexten erkennbar.
Barthes' puctum zwischen Liebe und Tod
Des Pudels Kern? Der Kammer Wahrheiten? C'est ca!
Die Arbeit reflektiert die Herausforderungen und inneren Konflikte des Autors beim Umgang mit Roland Barthes' Fotografietheorie. Der Verfasser hinterfragt seine eigene Fähigkeit, neue Erkenntnisse zu Barthes' Werk beizutragen, und kämpft mit Zweifeln über den Wert seiner Analyse. Diese Skepsis führt zu einer Schreibblockade, die jedoch dem Bedürfnis nach Ausdruck weicht. Der Autor erkundet das Unbestimmte, das Barthes' Text in ihm ausgelöst hat, und fragt sich, ob er das Wesen der Fotografie, Barthes selbst oder komplexe emotionale Themen wie Liebe und Tod analysieren kann, ohne deren Essenz zu verlieren.
Bei der Auseinandersetzung mit Verwandlungen befindet man sich in einem Schwebezustand zwischen Faszination und Abscheu. Das Phänomen zieht durch seinen Facettenreichtum und die Möglichkeit zur Grenzüberschreitung an, während es gleichzeitig eine Bedrohung für das Bekannte und Konventionelle darstellt. Die ausgewählten Werke von Franz Kafka, Carlos Ruiz Zafón, Henrik Ibsen, Max Frisch, Hermann Hesse und Hilde Domin beleuchten das Motiv der Verwandlung und laden zur Analyse ein. Welche Parallelen lassen sich in der Darstellung von Metamorphosen finden? Gibt es wiederkehrende Muster, die eine Transformation auslösen oder aufhalten? Die Frage, ob Metamorphosen als natürlicher Prozess oder als Horrorszenario dargestellt werden, ist zentral. Zudem wird untersucht, wie Protagonisten mit ihrer neuen Situation umgehen und wie das gesellschaftliche Umfeld auf diese Veränderungen reagiert. Können aus diesen Reaktionen Muster abgeleitet werden, die alltägliche Ereignisse widerspiegeln? Darüber hinaus wird die Frage aufgeworfen, ob in jedem literarischen Text nicht auch eine Art Metamorphose stattfindet, die Autor, Leser und Figuren beeinflusst. Das Buch bietet Antworten auf diese vielschichtigen Fragen.