Die Verbindung von Jagd und Kunst in der europäischen Geschichte wird in diesem Buch eindrucksvoll beleuchtet. Es zeigt, wie Künstler Jagdtechniken und -motive in ihre Werke integrierten und selbst aktiv jagten, was sich in ihren Porträts und Landschaftsmalereien widerspiegelte. Die Studie dokumentiert die kulturellen Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Bereichen, die über rein funktionale Aspekte hinausgehen und das Verhältnis des Menschen zur Natur thematisieren. Damit wird ein einzigartiger Blick auf die gemeinsamen Wurzeln von Jagd und Kunst zwischen Früher Neuzeit und Moderne geworfen.
Maurice Saß Knihy


Physiologien der Bilder
Naturmagische Felder frühneuzeitlichen Verstehens von Kunst
- 580 stránek
- 21 hodin čtení
Maßgeblich für die Ausbildung des neuzeitlichen Begriffs von Kunst war es, dass diese als wesensmäßig natürlich verstanden werden konnte. „Im Grunde genommen ist das Wesen artifizieller Dinge gänzlich natürlich,“ schrieb so Francesco di Giorgio Martini und unterstrich damit, dass die Physiologien der Bilder nicht als Bagatellen abzutun seien. Dieser Prämisse geht die vorliegende Publikation nach und zeigt erstmals die grundsätzliche Bedeutung der sogenannten 'okkulten' Wissenschaften bei der Ausbildung des neuzeitlichen Kunstbegriffs auf. Denn diese hielten für so unterschiedliche Fragen wie nach der Rolle des Künstlers, den materiellen Prozessen der Produktion oder dem medialen Status des Bildes und seiner Wirkmacht Erklärungsmöglichkeiten bereit.