Marias Geschichte
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Der grundlegende Irrtum besteht darin, dass ein Herrscher, der einen Krieg anfängt, ihn irgendwie bestimmen könne. Ist der Krieg ausgebrochen, hört die Herrschaft über ihn auf. Krieg duldet keinen Vorgesetzten. Alexander Kluge, Kriegsfibel 2023 Die alles entscheidende Frage: Wer bist DU? – Wahrheit ist eingeschrieben im Code der Zellen. Vergangener Schrecken ist nicht vorbei, will erlebt sein, erinnert werden. Die verbotene Tür will geöffnet werden, damit das Leben ins Wort kommen kann, damit das Leben begriffen wird und die Seele einverstanden wird mit sich selbst. Die Erkenntnis ist, dass wir sterblich sind. Hier hört die Erkenntnis auf. Unterworfen dem Zweifel sehe ich mich gerufen als DU ins ICH.
Würde ist jederzeit gefährdet durch die Sehnsucht nach Symbiose und die legitime Angst vor Einsamkeit, Schmerz, Tod. Ein festgeschriebenes Gesetz kann zu Würde ermutigen, sie aber nicht herstellen. Sie will in jeder menschlichen Beziehung neu ausgehandelt werden in Wort und Antwort. Bevormundung, Objektivierung, Gewalt, Waffen, Krieg gefährden die Würde des Machthabers – ebenso wie Opferbewusstsein und Opferverhalten die Würde des Untertanen gefährden. Dieses Buch beleuchtet die Würde des Menschen und ihre Ausprägung in ganz verschiedenen Facetten, als Text, Gedicht und Bild.
Nachschlagewerk Partnerschaftliche Problemlösungen
Heidemarie Voigt, Jahrgang 1956, erlernte den Beruf „Facharbeiter für elektronische Datenverarbeitung” und studierte Planungsökonomie. Anschließend arbeitete sie mehrere Jahre als Diskotechniker und absolvierte parallel dazu eine Ausbildung in der Gastronomie. Nach der Wende übernahm sie eine bekannte Diskothek in Magdeburg. Acht Jahre intensivster Arbeit forderten ihren Tribut. 1998 war sie völlig ausgebrannt und hatte massive psychosomatische Beschwerden. Da ärztlich keine Verbesserung zu erreichen war, begab sie sich selbst auf die Suche nach den Ursachen. Ein langer Prozess, der 2006 in der Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie mündete. Sie bietet in ihrer „Praxis für Gesprächstherapie” Einzel- und Paarberatungen an, in die alle Erkenntnisse ihres wechselvollen Lebens einfließen. In diesem Beruf fand sie ihre Passion.
Das Lernen an deutschen Schulen meint vor allem: Stillsitzen. Alles, was Schüler bewegen dürfen, sind Schreibhand und Zeigefinger. Der Körper wird gebändigt und lahmgelegt. Die lebenslängliche Verkopfung beginnt. Der Körper wird diszipliniert, das Gehirn nach und nach vom übrigen Körper, der nicht mehr stören soll, isoliert. Das Betätigungsfeld für die Schüler schrumpft auf die Fläche eines Blattes zusammen, bedeckt mit schwarzen Zahlen und Buchstaben, die nun die Welt verkörpern. Das Lebensgefühl von Schülern und Lehrern mündet in Bewegungslosigkeit und Niedergeschlagenheit. Bei den Schülern entlädt sich diese Stimmung in Gewalt, Lehrer ziehen sich oft in Krankheiten zurück. Die verkopfte, stillgelegte Schule ist ein Indiz dafür, wie weit die Beziehungslosigkeit mittlerweile reicht. Im Alltagsmosaik einer Grundschullehrerin scheint auf, wie es allen an der Schule gelingt, anders miteinander umzugehen. Leitend ist die Einsicht, ob jemand wirklich mit seiner ganzen Person im Unterricht anwesend ist und auch so sein darf, wie er ist. Wird mehr Bewegung beim Lernen in der Schule zugelassen und der selbstblockierte Unterricht aufgelockert? Es gibt die gute Schule. Sie ist nicht nur ein Glücksfall, sondern lernbar. Ein subtiles Plädoyer für ein ganzheitliches Denken und Lernen mit Haut und Haaren und nicht nur mit dem Kopf.