Best Practice Alkohol-Interlock
Erforschung alkoholsensitiver Wegfahrsperren für alkoholauffällige Kraftfahrer
Das Führen von Kraftfahrzeugen unter Alkoholeinfluss bleibt eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Trotz intensiver Bemühungen in Forschung, Gesetzgebung und Vollzug ist es bislang nicht gelungen, die Unfallzahlen auf ein akzeptables Maß zu senken. Atemalkoholsensitive Wegfahrsperren, auch Alkohol-Interlocks genannt, sind eine vielversprechende Entwicklung, die den Fahrtantritt alkoholisierten Fahrern verhindern kann. Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass diese Interlocks nur wirksam sind, solange sie im Fahrzeug des Nutzers installiert sind. Diese Erkenntnis hat zu einer verstärkten interdisziplinären Zusammenarbeit geführt, um erfolgreiche methodische Ansätze und deren praktische Anwendung zu realisieren. Die Neuerscheinung beschreibt ein konkret geplantes Forschungsprojekt zu Alkohol-Interlocks und beleuchtet den interdisziplinären Zugang aus den Bereichen Psychologie, Medizin, Toxikologie, Alkohol- und Suchtforschung, Rehabilitation, quantitative Evaluationsmethoden sowie Ingenieur- und Rechtswissenschaften. Ziel ist es, eine umfassende Sammlung von Methoden und Werkzeugen für die experimentelle Forschung zu Alkohol-Interlocks zu präsentieren, unterstützt durch Literaturstudien, Bewertungen und Designperspektiven.
