Die Geschichte handelt von Beton, einem Misanthropen, der unter den Zumutungen des Lebens leidet, und Sikorski, der die Talente einer kleinen Gruppe fördern möchte. Es entfaltet sich ein Wettstreit um Lebensansichten: Beton steht für Isolation und Überdruss, während Sikorski für Weltoffenheit und Vermarktung kämpft.
Zwischen Biedersinn und Lebensgier - Ein Selbstgespräch
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Jahrelang hat Wolfgang den Rolf in die Nachbarstadt zur Arbeit mitgenommen. Wolfgang am Steuer, Rolf neben ihm, oft zerknirscht, zermürbt von der letzten Nacht. Das ist lange her. Die beiden haben sich aus den Augen verloren. Nun ist Rolf, der lebenshungrige Hallodri, gestorben. Während der Autofahrt zu Rolfs Beerdigung erinnert sich Wolfgang an jene fernen Tage, an eine Zeit der Verlockung und der verpassten Chancen. Der Text wird ergänzt durch Illustrationen des Bochumer Künstlers Žarko Radic, und über einen QR-Code kann zudem nachgehört werden, wie intensiv der Schauspieler Joachim H. Luger das literarische Roadmovie interpretiert hat. Exklusiv für die Neuausgabe hat der Bochumer Kulturredakteur Jürgen Boebers-Süßmann ein profundes Nachwort geschrieben. - Vereint ist also ein Gesamtpaket, eine bibliophile Besonderheit.
Ein Lokalreporter besucht die Kleinstadt, in der er früher gearbeitet hat: damals eine Zeit der beruflichen Tücke und privater Ungewissheit. Erzählt wird nicht von einem lauthalsen Welterklärer, einem journalistischen Durchblicker, sondern von einem Zweifler, Zauderer, der sich und sein Verhalten oft in Frage stellt. Ausgeliefert dem Spannungsfeld zwischen unterschiedlichen Interessen, steht dieser Lokalreporter nicht selten auf schwankendem Boden: eher zögerlicher Provinz-Hamlet denn forscher Meinungsmacher. „Streletz beherrscht die dramatische Seite des Erzählens, die verdichtete Dialogführung ebenso wie die Pointierung der lokalen Atmosphäre, die beklemmend intensiv wirkt und die vielfältigen Themen zusammenbringt.“