Richard von Coudenhove-Kalergi byl rakousko-japonský politik a filozof, který se stal průkopníkem evropské integrace. Po 49 let působil jako zakládající prezident Panevropské unie. Jeho myšlenky a vize formovaly rané snahy o sjednocení Evropy a jeho celoživotní dílo zanechalo nesmazatelnou stopu v politické filozofii kontinentu. Vyznačoval se hlubokým zájmem o mezikulturní dialog a budování mírové a propojené Evropy.
Richard Nicolaus Coudenhove-Kalergi viděl problémy tehdejší Evropy v jejím zastaralém politickém uspořádání. Ve své knize „Pan-Evropa“ předložil vizi sjednocené Evropy, která byla zároveň řešením existujících problémů, a to zejména neustálých vzájemných konfliktů, válek a ničení. R. N. Coudenhove-Kalergi zde říká: „Příčina evropského úpadku je politická, ne biologická. Evropa neumírá na stařeckou slabost, ale proto, že se její obyvatelé zabíjejí navzájem a ničí prostředky moderní techniky“.
Richard Mikuláš, hrabě Coudenhove-Kalergi (*16. 12. 1894 Tokio, 27. 7. 1972 Schruns, Rakousko), známý tvůrce a zakladatel Panevropské unie v knize popisuje svůj příchod do Čech i politické a kulturní dění v Evropě 1. poloviny 20. století. Richardovi rodiče Jindřich Coudenhove-Kalergi se v době, kdy byl velvyslancem v Japonsku, seznámil se svojí manželkou Mitsuko Aoyamou, se kterou žil na rodovém zámku v Poběžovicích. Poběžovicím a rodině jsou věnovány také první kapitoly knihy, která na 352 stranách přináší vzpomínky i myšlenky evropského filosofa, který měl české občanství. Publikace je doplněna archivními fotografiemi.
Dieses Buch schildert ein ungewöhnliches Menschenleben in Verbindung mit einem unwahrscheinlichen Kapitel der Weltgeschichte. Es handelt von der Geburt der Paneuropa-Bewegung, von ihrem Kampf gegen Hitler und Stalin, von ihrer Wandlung in eine Volksbewegung bis zur Geburt des Europarates und des Europamarktes und der deutsch-französischen Versöhnung nach tausendjähriger Erbfeindschaft. Das Buch beginnt als Lebensgeschichte eines halbjapanischen Kindes und endet mit den ersten Erfolgen des europäischen Einigungswerkes.
Richard Coudenhove-Kalergi entwarf 1922 den ersten Plan zur politischen und wirtschaftlichen Einigung Europas. Mit der Gründung und Führung der Paneuropa-Union hat er über ein halbes Jahrhundert hindurch wesentliche Beiträge zur europäischen Einigung geleistet, war ein Vordenker und Motor des vereinten Europa, dessen Staatsmänner er mahnte und inspirierte. In seiner Autobiographie schreibt Richard Coudenhove-Kalergi von einem „ungewöhnlichen Menschenleben in Verbindung mit einem unwahrscheinlichen Kapitel der Weltgeschichte“. Tatsächlich lesen sich seine Lebenserinnerungen spannend wie ein Roman und anregend wie ein Stück Zeitgeschichte. Diese längst vergriffene Autobiographie des „Propheten Europas“ wird mit diesem Band in wissenschaftlich kommentierter und ergänzter Weise dem an Europa interessierten Publikum wieder zugänglich gemacht. Aufsätze namhafter Autoren beleuchten verschiedene Aspekte des Lebens und Wirkens von Richard Coudenhove-Kalergi und seiner Schwester, der Schriftstellerin und theologischen Denkerin Ida Görres, beschäftigen sich mit kaum bekannten Aspekten der Paneuropa-Geschichte und blicken in die Zukunft dieser ältesten europäischen Einigungsbewegung.
Richard Coudenhove-Kalergi, der Gründer der Paneuropa-Bewegung, hat Zeit seines Lebens reichlich zur Idee der europäischen Einigung publiziert. Seine Texte zeichnet aus, dass sie zwar aus ihrem Zeitkontext heraus verfasst sind und damit ihre historische Bedingtheit durchsichtig wird. Doch bringt Coudenhove-Kalergi seine Gedanken immer wieder grundsätzlich auf den Punkt, womit er sie zeitlos formuliert hat. Allerdings sind die meisten seiner Publikationen heute vergriffen. Ziel dieses Bandes ist es, seine bedeutendsten europapolitischen Schriften dem Publikum wieder zugänglich zu machen. Die Auswahl der in diesem Band versammelten Beiträge folgt zwei Kriterien: einerseits dem ihrer Bedeutung für die Paneuropa-Idee, andererseits jenem ihrer Tragweite für das politische Wirken des „Propheten Europas“, wie Richard Coudenhove-Kalergi immer wieder genannt wurde.
Der Kalergi-Plan zur Zerstörung der europäischen Völker
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Bei dem Tiefstand des Blut- und Geistesadels war es nicht zu verwundern, da� eine dritte Menschenklasse provisorisch die Macht an sich ri� die Plutokratie. Die Verfassungsform, die Feudalismus und Absolutismus abl�ste, war demokratisch; die Herrschaftsform plutokratisch. Heute ist Demokratie Fassade der Plutokratie: weil die V�lker nackte Plutokratie nicht dulden w�rden, wird ihnen die nominelle Macht �berlassen, w�hrend die faktische Macht in den H�nden der Plutokraten ruht. In republikanischen wie in monarchischen Demokratien sind die Staatsm�nner Marionetten, die Kapitalisten Drahtzieher: sie diktieren die Richtlinien der Politik, sie beherrschen durch Ankauf der �ffentlichen Meinung die W�hler, durch gesch�ftliche und gesellschaftliche Beziehungen die Minister. An die Stelle der feudalen Gesellschaftsstruktur ist die plutokratische getreten: nicht mehr die Geburt ist ma�gebend f�r die soziale Stellung, sondern das Einkommen. Die Plutokratie von heute ist m�chtiger als die Aristokratie von gestern: denn niemand steht �ber ihr als der Staat, der ihr Werkzeug und Helfershelfer ist. Als es noch wahren Blutadel gab, war das System der Geburtsaristokratie gerechter als heute das der Geldaristokratie: denn damals hatte die herrschende Kaste Verantwortungsgef�hl, Kultur, Tradition w�hrend die Klasse, die heute herrscht, alles Verantwortungsgef�hles, aller Kultur und Tradition bar ist.