Mit der Cohn-Scheune existiert ein aktiver Erinnerungsort, der über Jüdinnen und Juden informiert, die bis zu ihrer Vertreibung in Rotenburg und den umliegenden Gemeinden gewohnt und gearbeitet haben. Neue Erkenntnisse zu einzelnen Lebensgeschichten führen zum ?Weitererzählen? über lokale Begrenzungen hinaus und erweitern die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit und ihren Folgen in geographischer, biographischer und zeithistorischer Dimension. Im Zentrum der Beiträge stehen die Verfolgung und das Exil, das auch den beiden Cohn-Töchtern in Kolumbien bzw. in England das Leben rettete. 0Weitere Texte widmen sich dem Museum als Bildungsort, informieren über seine Geschichte und den Ausbau der Ausstellung, laden zur Reflexion über Religion, Kultur und Tradition ein und geben Einblicke in das vielfältige Veranstaltungsprogramm der Kulturwerkstatt.0Der Band präsentiert umfangreiche Rechercheergebnisse, zahlreiche Dokumente und Fotografien aus Archiven und Privatbesitz sowie die kommentierte Ausgabe der Briefe von Gertrud und Hermann Cohn vom März 1939 bis zum Januar 1943.0Mit Beiträgen u. a. von Inge Hansen-Schaberg Manfred Wichmann Claudia Koppert Almuth Quehl Roland Sperling Michael Schwekendiek Wolfgang Dörfler Bodo Lemme
Inge Hansen-Schaberg Knihy



Hunde lieben und verstehen lernen
- 104 stránek
- 4 hodiny čtení
Fundstücke
Präsentationen verdrängter Geschichte(n). Die Cohn-Scheune – Jüdisches Museum und Kulturwerkstatt
- 220 stránek
- 8 hodin čtení
Der Band versammelt ausgewählte Beiträge aus dem Veranstaltungsprogramm der Cohn-Scheune. Die Autorinnen und Autoren geben Einblicke in ihre Recherchen zu vergessenen Geschichten und verdrängter Geschichte. Fündig geworden sind sie in unterschiedlichen Archiven, in Entschädigungs- und Rückerstattungsakten, in autobiographischen Aufzeichnungen, persönlichen Dokumenten und Berichten, in Fotosammlungen und Alben, in Nachlässen und in wissenschaftlichen Publikationen. Sie befassen sich anhand einzelner Lebensgeschichten mit antisemitischer Verfolgung, behandeln auch die Täterseite, nehmen die Nachkriegsgesellschaft und ihren Umgang mit den NS-Verbrechen in den Blick. Mit diesen Fundstücken soll ein Beitrag zur Weiterentwicklung einer mündigen Erinnerungskultur geleistet werden. Dazu gehört es, nicht nur gründliche Kenntnisse zu vermitteln und Aufklärung zu leisten, sondern emotionale Anteilnahme, politische Erkenntnis und auch die moralische Bewertung des Unrechtgeschehens zu ermöglichen. Mit Beiträgen von Johanna Amthor | Wolfgang Benz | Wolfgang Dörfler | Adriane Feustel | Stephanie Habel | Hiltrud Häntzschel | Inge Hansen-Schaberg | Alfred Hoffmann | Lisa Hoppe und Nico Delpy | Kathrin Kleibl | Claudia Koppert | Matthias Loeber | Lior Oren | Almuth Quehl | Sylke Schumann | Klaus Volland | Manfred Wichmann