Hochschulen im öffentlichen Raum
Historiographische und systematische Perspektiven auf ein Beziehungsgeflecht
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Hochschulen sind öffentliche Räume, keine Elfenbeintürme. Der Begriff des akademischen Elfenbeinturms, der eine bewusste Abgrenzung der Wissenschaft vom öffentlichen Diskurs impliziert, wird auch nach Jahrhunderten der wechselseitigen Beeinflussung beider Bereiche weiterhin verwendet. Ist dies gerechtfertigt? Das Verhältnis zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft ist komplex. Dieser Band beleuchtet dieses Beziehungsgeflecht und bietet Einblicke in die Gesellschaften des 19. und 20. Jahrhunderts. Die 14 Autorinnen und Autoren bringen durch ihre vielfältigen Forschungsinteressen eine multiperspektivische Herangehensweise an die Thematik. Fragen zu den Aufgaben und Funktionen von Universitäten und deren Personal werden nicht nur an den Orten wissenschaftlicher Praxis entschieden, sondern auch in der Öffentlichkeit. Bereits von ihren Anfängen an wurden Universitäten in unterschiedlichem Maße durch ihre Beziehung zur Öffentlichkeit geprägt. Diese hat stets eine Rolle dabei gespielt, was als Wissenschaft anerkannt wird und was nicht, und somit soziale Anerkennung für die Wissenschaft bereitgestellt oder vorenthalten. Daher entwickelt sich eine wechselseitige Abhängigkeit zwischen diesen beiden Bereichen. Die Untersuchung der Beziehung zwischen Universität oder Wissenschaft und der Öffentlichkeit ermöglicht zudem Einblicke in die jeweilige Gesellschaft. Folglich spiegeln sich die Funktionen und Aufgaben der Hochschulen auch in Ber
