Im Ötztal. Vom Ötzi bis heute.
Eine Reise durch Natur, Geschichte, Kultur und Sagenwelt
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Das Ötztal, mit einer Länge von 65 km, ist das längste Quertal der Ostalpen und erstreckt sich vom Inntal bis zu den vergletscherten Hochgebirgen. Der Talcharakter zeigt sich in engen Schluchten, weiten Becken und unterschiedlichen Talstufen, die durch Bergsturzmassen und Schuttkegel geprägt sind. Große Teile des Tals sind Teil des Naturparks Ötztal, und archäologische Funde belegen seine Bedeutung seit Jahrtausenden, insbesondere die Entdeckung von Ötzi, einer 5000 Jahre alten Gletschermumie. Die hinteren Talbereiche wurden über alpine Übergänge besiedelt, und auch heute noch werden Schafe von Süden zur Weide getrieben. Katastrophale Gletscherseeausbrüche führten wiederholt zu Zwangsumsiedlungen der Bevölkerung. Das Tal erlangte 1931 Bekanntheit durch die Landung des Stratosphärenpiloten Auguste Piccard. Der (Winter)Tourismus, mit der Erschließung zahlreicher Hänge und Gletscher für den Skisport, brachte Wohlstand, führte jedoch auch zum Verlust vieler Naturlandschaften. Die Ötztaler Schwefelquellen sind seit jeher bekannt und wurden als Kurbad genutzt. Seit 2004 gibt es in Längenfeld mit dem Aqua Dome die einzige Therme Tirols. Sagen spielen im Ötztal eine bedeutende Rolle und prägen die kulturelle Identität der Region.
