Zur Pflichtlekture fur alle Germanisten und Mediavisten gehoren seit jeher die Lieder und Epen Wolframs von Eschenbach. Wer war der Dichter? Wie sind seine grossen Epen "Parzival," "Willehalm" und "Titurel" zu interpretieren? Das Standardwerk liefert eine Fulle von werkbezogenem Hintergrundwissen zu hofischer Sitte, literarischen und politischen Figuren des ausgehenden 12. Jahrhunderts."
Joachim Bumke Knihy






Höfische Kultur 2
- 860 stránek
- 31 hodin čtení
Jeder Aspekt der "höfischen Kultur" wird in Joachim Bumkes außergewöhnlich reicher und gut dokumentierter Darstellung lebendig. Bumke, ein renommierter Mediävist mit enzyklopädischem Wissen über die Originalquellen und einer Leidenschaft für Geschichte, übersieht kein Detail, von den materiellen Realitäten der aristokratischen Gesellschaft – den Burgen und Kleidern, Waffen und Transportmitteln, Speisen, Getränken und Tischsitten – bis hin zu dem Verhalten, das bei Turnieren, Ritterschlägen und großen fürstlichen Festen vorgeschrieben und praktiziert wurde. Der höfische Ritter und die höfische Dame sowie die sich wandelnde Idee der höfischen Liebe werden durch die Literatur betrachtet, die sie feierte, und wir erfahren, wie die Alphabetisierung unter einer aristokratischen Laiengesellschaft von Frankreich durch Deutschland verbreitet wurde und die Grundlage einer kulturellen Revolution bildete. Gleichzeitig stellt Bumke klar die Herausforderung an diejenigen, die die Ideale der höfischen Kultur mit ihrem Ausdruck in der höfischen Gesellschaft verwechselt haben.
Höfische Kulture. Band 1-2
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Jeder Aspekt der "höfischen Kultur" wird in Joachim Bumkes außergewöhnlich reicher und gut dokumentierter Darstellung lebendig. Bumke, ein renommierter Mediävist mit enzyklopädischem Wissen über die Originalquellen und einer Leidenschaft für Geschichte, übersieht kein Detail, von den materiellen Realitäten der aristokratischen Gesellschaft – den Burgen und Kleidern, Waffen und Transportmitteln, Essen, Trinken und Tischsitten – bis hin zu dem Verhalten, das bei Turnieren, Ritterschlägen und großen fürstlichen Festen vorgeschrieben und praktiziert wurde. Der höfische Ritter und die höfische Dame sowie die sich wandelnde Idee der höfischen Liebe werden durch die Literatur betrachtet, die sie feierte, und wir erfahren, wie sich die Literalität unter dem aristokratischen Laien von Frankreich durch Deutschland verbreitete und die Grundlage einer kulturellen Revolution bildete. Gleichzeitig fordert Bumke deutlich diejenigen heraus, die die Ideale der höfischen Kultur mit ihrem Ausdruck in der höfischen Gesellschaft verwechselt haben.
Höfische Kultur: Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter 1
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Jeder Aspekt der "höfischen Kultur" wird in Joachim Bumkes außergewöhnlich reicher und gut dokumentierter Darstellung lebendig. Bumke, ein renommierter Mediävist mit einem enzyklopädischen Wissen über originale Quellen und einer Leidenschaft für Geschichte, lässt kein Detail aus, von den materiellen Realitäten der aristokratischen Gesellschaft – den Burgen und Kleidern, Waffen und Transportmitteln, Essen, Trinken und Tischsitten – bis hin zu dem Verhalten, das bei Turnieren, Ritterschlägen und großen fürstlichen Festen vorgeschrieben und praktiziert wurde. Der höfische Ritter und die höfische Dame sowie die sich wandelnde Idee der höfischen Liebe werden durch die Literatur betrachtet, die sie feierte, und wir erfahren, wie die Alphabetisierung unter einer aristokratischen Laiengesellschaft von Frankreich über Deutschland verbreitet wurde und die Grundlage einer kulturellen Revolution bildete. Gleichzeitig stellt Bumke klar die Herausforderung an diejenigen, die die Ideale der höfischen Kultur bequem mit ihrem Ausdruck in der höfischen Gesellschaft verwechselt haben.
Die vier Fassungen der "Nibelungenklage"
Untersuchungen zur Überlieferungsgeschichte und Textkritik der höfischen Epik im 13. Jahrhundert
Die traditionsreiche Reihe QUELLEN UND FORSCHUNGEN ZUR LITERATUR- UND KULTURGESCHICHTE, deren Ursprung auf das Jahr 1874 zurückgeht, gehört zum festen Bestand renommierter Publikationsforen der Deutschen Literaturwissenschaft. Von Mark-Georg Dehrmann und Christiane Witthöft herausgegeben, präsentieren die QUELLEN UND FORSCHUNGEN hochwertige wissenschaftliche Arbeiten, die literarische Texte im Zusammenhang mit kulturhistorischen Phänomenen, besonders auch mit den anderen Künsten, untersuchen. Philologische Studien mit transdisziplinärem Ansatz sind ausdrücklich erwünscht. Der Schwerpunkt der Serie liegt auf der deutschen Literatur vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Da die kulturgeschichtliche Ausrichtung der Reihe Aspekte interkultureller Erfahrung und nationaler Fremdwahrnehmung einbegreift, stehen die QUELLEN UND FORSCHUNGEN im Einzelfall aber auch komparatistischen Arbeiten offen. Veröffentlicht werden Monographien, Dissertationen und Habilitationsschriften. Die Maßstäbe für die Aufnahme in die Reihe bilden wissenschaftliche Relevanz und Exzellenz in Methode und Darstellung.
Im 12. und 13. Jahrhundert erfuhr die deutsche Literatur eine grundlegende Veränderung. Die höfische Kultur nach französischem Vorbild bestimmte das kulturelle Leben, weltliche Fürsten nahmen als Auftraggeber und Gönner Einfluss auf Themen und Darstellungsweise der Literatur. Minnesang, Spruchdichtung, Heldenepik entwickelten sich zur Hochblüte, wie die Werke von Heinrich von Veldeke, Wolfram von Eschenbach, Walther von der Vogelweide und vielen anderen zeigen. Auch die religiöse Literatur und die Fachliteratur erlebten einen rasanten Aufschwung. Der Band bietet einen umfassenden Überblick über die Autoren und Werke der höfischen Literatur sowie der geistlichen Dichtung und der Sachliteratur des hohen Mittelalters und ist zugleich eine reichhaltige Einführung in die Kultur und Geschichte dieser Glanzzeit. Joachim Bumke war Professor an der Harvard University, an der Freien Universität Berlin und lehrte von 1969 bis zu seiner Emeritierung Literaturgeschichte des Mittelalters an der Universität Köln. Er hat sich vor allem mit den historischen Grundlagen der mittelalterlichen Literatur beschäftigt. Zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. ›Ministerialität und Ritterdichtung‹; ›Mäzene im Mittelalter‹; ›Höfische Kultur. Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter‹ (dtv 30170).
Hartmann von Aue war der erste deutsche Dichter, der in seinem Versroman „Erec“ von König Artus und der Tafelrunde erzählt hat. Die Einführung gibt zunächst eine ausführliche Inhaltsanalyse, in der auf Eigenheiten der Figurendarstellung, der Erzählhaltung und des Verhältnisses zu der französischen Vorlage eingegangen wird. Weitere Kapitel behandeln den Überlieferungsbefund, die Bauform und die Poetik des Romans, den Erzählstil, Stoff und Quellen sowie die Wirkungsgeschichte. Anliegen der Darstellung ist es, den Stand der Forschung sichtbar zu machen und zugleich durch neue Fragen zur Beschäftigung mit dem Text anzuregen.

