Founded in 1963 by Ulrich Conrads and later joined by Peter Neitzke, this renowned series on architecture and urban development has grown to over 150 titles, making it the most comprehensive German-language collection in these fields. Following the passing of Conrads and Neitzke, a new editorial team—Elisabeth Blum, Jesko Fezer, Gunther Fischer, and Angelika Schnell—has taken the helm, committed to preserving the series' legacy. The series aims to document the construction and urban planning concepts of the twentieth century while also exploring foundational ideas rather than transient opinions on contemporary architectural issues. By analyzing complex interrelationships, the series fosters meaningful discourse and debate. It focuses on architecture and urbanism, incorporating historical inquiries and extending into cultural and social realms, with an emphasis on international perspectives and increased representation of female authors. The original graphic design by Helmut Lortz is retained, ensuring that titles remain simply designed in black and white, reflecting the series' broad appeal to those interested in the cultural context of urban and architectural development. As noted, architects are inherently engaged with the world beyond their profession.
Die frühen Beiträge der Zeitschrift "Baukunst und Werkform" geben ein unverstelltes Bild der ersten grundsätzlichen Architekturdiskussion nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Band enthält Texte nahezu aller wichtigen Protagonisten des Wiederaufbaus.
Die bissige Attacke, die Rudolf Schwarz 1953 gegen Gropius und das Bauhaus führte, hat, was polemische Schärfe wie vor allem auch deren Auswirkung betrifft, hierzulande kaum ihresgleichen. Das Streitgespräch, wäre es damals fortgesetzt worden, hätte solches Gewicht gewinnen können wie 1914 der Werkbundstreit über Kunst-Unikat und Serienprodukt.
InhaltsverzeichnisZur deutschen Ausgabe.Einführung: Logos Optikos.1 Die Kompositionsregeln.Taxis.Genera.Symmetrie.2 Anthologie.Architektonisches Skandieren.Parataxis, die architektonische Parade.3 Warum das Klassische?.Entaxis, Konfrontationen und Konflikte.Das kritisch Klassische und seine tragische Funktion.Auswahlbibliographie.Bildquellen.
Was sich heute - oft schamlos - Architekturkritik nennt, ist selten mehr als affirmative Produktbegleitung und meist auf der Hut, sich mit Architekten anzulegen. Ernstzunehmende Architekturkritik, sagt Dieter Hoffmann-Axthelm, sei machbar nur als Rede jenseits der Architektur - oder auf ihrer Grenze. Wenn sie diese Grenze den Architekten sichtbar machen soll, dürfe sie wenigstens nicht mit beiden Füßen auf deren Boden stehen. Ob eine Architektur ästhetische Kraft hat und in der Gegenwart bestehen kann, zeige sich daran, ob sie mit den Verungültigungen und Wahrnehmungsveränderungen einer sich permanent umschichtenden Wirklichkeit mitzuhalten vermag. Soll ernst gemacht werden, dann müsse man unerbittlich und erbarmungslos unterscheiden zwischen Architektur, die den furchtbaren gesellschaftlichen Wunsch nach Verkörperung und Wahrnehmbarkeit zu befriedigen versucht, und Architektur, die Qualität sagt und sich mit der bloßen Fortschreibung des Handelsüblichen begnügt.