Die bewährte Einführung in das politische System der USA von Emil Hübner und Ursula Münch liegt nun in einer vollständig überarbeiteten und aktualisierten Neuausgabe vor, die auch die jüngsten Entwicklungen der Präsidentschaftswahl 2012 berücksichtigt. Nach einem kurzen Überblick über die Entwicklung der Vereinigten Staaten von den Urkolonien bis heute beschreibt der Band die Entwicklung des Staatsgebietes und der Immigration, den Föderalismus, die Interessenverbände, die Parteien, das Wahlsystem, die Massenmedien, die Gewaltenteilung zwischen Präsident und Kongreß, das Gerichtswesen und die politische Kultur des Landes. Vergleiche mit der Bundesrepublik erleichtern das Verständnis.
Emil Hübner Knihy



In der gleichen Reihe erschienen wie H.-C. Schröders "Englische Geschichte" (BA 4/96), bietet der Band ähnlich Hübners Darstellung zum politischen System der USA (BA 4/90) eine umfassende, recht komprimierte englische Verfassungsgeschichte seit der Magna Charta von 1215. Dabei wird der Zentralbegriff demokratischer Systeme "Parlament", der bereits sehr früh auftaucht, in seinem jeweiligen historischen Kontext und in seinem Bedeutungswandel skizziert. Die englische Verfassungsgeschichte unterscheidet sich von der kontinentaleuropäischen dadurch, daß sich hier die Verfassung nicht in einem Zentraldokument niederschlägt, sondern in einer Reihe von Dokumenten und Gesetzen, so daß hier von einer nicht kodifizierten Verfassung die Rede ist. Im weiteren werden die Institutionen und Verfahren einer modernen Demokratie beschrieben wie Wahlsystem, Parteien, Medien, Interessenverbände und Staatsaufbau, daneben werden aber auch der Bedeutungsverlust von Monarchie und Oberhaus, die Veränderungen in der politischen Kultur und die Fragen einer Verfassungsreform diskutiert. (2 S) (Harald Pilzer)