Arbeitsjournal, in 3 Bdn.. 1938-1942; 1942-1955; Anmerkungen
- 1222 stránek
- 43 hodin čtení






German
Dieser Band möchte zum Verständnis eines literarischen Werkes, Brechts Mutter Courage und ihre Kinder, beitragen; er vereinigt Äußerungen des Autors, darunter die wichtigen Texte Couragemodell 1949 und Bemerkungen zu einzelnen Szenen, Auskünfte von Mitarbeitern, kritische Analysen und Bibliographien. Brecht hat das Stück wiederholt verändert, es immer wieder geprüft und an den Forderungen der Theaterpraxis gemessen. Der Materialienband versucht, den Prozeß dieser Veränderung wiederzugeben und einige seiner Folgen zu erklären.
»Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns / Vor uns liegen die Mühen der Ebenen«, schreibt Brecht im Februar 1949, eine Wahrnehmung nach den »finsteren Zeiten« des Exils, eine Vorahnung auf das Kommende.
Inhalt: Exemplarische Gegenüberstellung von "Dänischer" und "Berliner Fassung", Selbstaussagen, Theaterarbeit 1947-1978, Interpretationen, Zeittafel, Daten, Aufführungsverzeichnis, Bibliographie, Nachwort.
Neue Dokumente erzählen von Brechts listigem Widerstand gegen die SED-Bürokratie. Er und Helene Weigel mussten um die Gründung des Berliner Ensembles kämpfen, der Herrnburger Bericht und die Oper Lukullus wurden verboten. Wie Werner Hechts Buch belegt, ließ sich Brecht auch durch die Faustus-Debatte und nach dem 17. Juni 1953 nicht auf SED-Linie bringen. Er kritisierte die von Partei- und Staatsfunktionären ausgeübte Zensur und plädierte für die Eigenverantwortung der Künstler. „Anhand zahlreicher Dokumente beweist Werner Hecht, wie Brecht auch in der DDR für die Sache des Proletariats gestritten hat und das oft gegen Parteidogmen und bornierte Genossen. Als eigensinniger Künstler hat er jedoch immer Wege und Listen gefunden, die Mühen der Ebenen zu überwinden und seine Ansichten und Wege zu vertreten. Er war während seiner DDR-Jahre weder Staatsdichter noch Dissident“ (literaturkritik.de)
Texte von Bertolt Brecht Originalbeiträge von Heinz Adameck, Wolfgang Gersch, Egon Monk und Dieter Wöhrle Zeitgenössische und aktuelle Kritiken Zahlreiche Abbildungen Eine Radiographie. Bertolt Brecht im deutschsprachigen Hörspiel Eine Videographie. Bertolt Brecht in Film und Fernsehen
Augsburg. 1898-1917 Augsburg und München. 1917-1920 Augsburg, München und Berlin. 1920-1924 Berlin. 1924-1933 Suche nach einem Exilort. 1933 Svendborg, Skovsbostrand. Dänemark. 1933-1939 Lidingö. Schweden. 1939/40 Helsinki, Marlebäck. Finnland. 1940/41 Reise nach Amerika. 1941 Santa Monica, Kalifornien. USA. 1941-1947 Zürich und Feldmeilen. Schweiz. 1947-1949 Berlin/DDR. 1949-1 956 Anhang Nachwort Nachweis der Quellen und Abkürzungen Alphabetisches Register der Brecht-Titel Personenregister Bildnachweise
Zwei Spiele, zwei große Themen der Weltliteratur werden von Brecht hier zu einem geschlossenen Kreis geführt: Das Spiel von Grusche Vachnadze, der Magd, die mit übermenschlichen Opfern - selbst dem Opfer ihrer Liebe zu dem Soldaten Simon Chachava - in Zeiten der Revolte das Kind der harten Gouverneursfrau rettet, und das Spiel vom Azdak, dem Arme-Leute-Richter, der, betrunken und korrupt, dennoch das Chaos zu einer »kurzen, goldenen Zeit beinah der Gerechtigkeit« macht.
Zusammengest. von Hecht, Werner. Mit Abb. 203 S. N.-A.