Sachsen – der selbst ernannte Musterschüler Sachsen hat den Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft in den 1990er-Jahren nicht schlechter, aber auch nicht besser bewältigt als die anderen ostdeutschen Bundesländer. Der wirtschaftliche Aufstieg Sachsens zum selbst ernannten Klassenprimus in Ostdeutschland ging vor allem auf Kurt Biedenkopfs Imagepolitik zurück und wirkt lange nach. Das Bild einer Staatsregierung, die vermeintlich alles im Griff hatte, passte nicht zu dem politischen Kräftefeld, in dem sich der Freistaat gegenüber der Bundesregierung und der Treuhandanstalt bewegte. Dierk Hoffmann untersucht die Kommunikations- und Privatisierungsstrategien der Landesregierung in Dresden sowie den Aushandlungsprozess bei der Privatisierung sächsischer Betriebe. Und er zeigt, wie Biedenkopf seine neoliberalen Leitbilder dem Transformationsprozess anzupassen versuchte. Die Studien zur Geschichte der Treuhandanstalt erscheinen in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München–Berlin
Dierk O. Hoffmann Pořadí knih (chronologicky)






Die umkämpfte Einheit 10966
Die Treuhandanstalt und die deutsche Gesellschaft
Im Zeitraum von nur vier Jahren, von 1990 bis 1994, sollte die Treuhandanstalt die ökonomische Transformation Ostdeutschlands vollziehen. Deutungen ihrer Wirkungszeit sind bis heute stark umkämpft, und die Aufarbeitung der Folgen ihrer Privatisierungspolitik ist lange noch nicht abgeschlossen. Die Treuhandanstalt bleibt im öffentlichen Bewusstsein häufig negativ präsent: als überforderte Behörde oder gar als Symbol einer vermeintlichen westdeutschen Übernahme der ostdeutschen Wirtschaft. Im Forschungsprojekt zur Geschichte der Treuhandanstalt am Institut für Zeitgeschichte München - Berlin (IfZ) wurden in den vergangenen Jahren die Akten der Treuhandanstalt im Bundesarchiv erstmals systematisch ausgewertet. Ziel ist es, die Geschichte der Behörde fundiert und eingebettet in den transnationalen Kontext der Umbrüche der 1990er-Jahre fortzuschreiben. In diesem Sammelband haben die Mitarbeitenden des Projektes Erkenntnisse ihrer Einzelstudien zusammengeführt. Dabei stehen die Themen Belegschaftsproteste, Deindustrialisierung, europäische Beihilfen, Alternativen zur Privatisierung, Personalpolitik und Wirtschaftskriminalität im Fokus.
Transformation einer Volkswirtschaft
Neue Forschungen zur Geschichte der Treuhandanstalt
- 180 stránek
- 7 hodin čtení
Nachkriegszeit
- 144 stránek
- 6 hodin čtení
Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht bedingungslos. Der Untergang des Deutschen Reiches bedeutete zugleich eine Übertragung der Herrschaft auf die vier Siegermächte USA, UdSSR, Großbritannien und Frankreich, von deren Willen fortan die Zukunft Deutschlands abhing. Erst mit der doppelten Staatsgründung 1949 wurden den Deutschen diesseits und jenseits des „Eisernen Vorhangs“ weitreichende Kompetenzen auf zentralstaatlicher Ebene zugewiesen, obwohl beide Staaten damit keine vollständige Souveränität erhielten. Zentrale Debatten der Geschichtswissenschaft zu dieser Epoche beschäftigten bereits die Zeitgenossen nachhaltig: die Frage nach Kontinuität und Wandel („Stunde Null“), Vergangenheitsbewältigung und Vergangenheitspolitik, Hegemonie und Autonomie der beiden deutschen Nachkriegsstaaten, die Probleme der „Zusammenbruchgesellschaft“ (Christoph Kleßmann), die Entscheidung zugunsten von Markt- bzw. Planwirtschaft sowie der Weg zur doppelten Staatsgründung. Dierk Hoffmann stellt die damit verbundenen Forschungsdebatten anschaulich vor und skizziert zugleich die Desiderate der Forschung.
Am Rande der sozialistischen Arbeitsgesellschaft
Rentner in der DDR 1945 - 1990
- 64 stránek
- 3 hodiny čtení
Die friedliche Revolution von 1989 und die Vollendung der deutschen Einheit ein Jahr später brachten nicht nur die lang ersehnte Freiheit von der SED-Diktatur und die Vereinigung des geteilten Deutschlands. Zu den Gewinnern in materieller Hinsicht gehörten vor allem die ostdeutschen Rentner, denn deren Renten stiegen von durchschnittlich 475 DM (Ost) im Juni 1990 binnen vier Jahren um nominell mehr als das Zweieinhalbfache auf 1.214 DM. Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank lagen die Renten 1994 in den neuen Bundesländern im Durchschnitt bei den Männern bei 88,5 Prozent und bei den Frauen bei 128 Prozet der Renten in den alten Bundensländern
Im Mittelpunkt des Bandes stehen die fünfziger Jahre der DDR, in denen die DDR-Gesellschaft ihre wesentliche Formierung erlebte. Es wird versucht, der Entwicklung aus verschiedenen Blickwinkeln der DDR-Gesellschaft gerecht zu werden. Wie und inwieweit bewirkte die durch den allgemeinen Umgestaltungsprozess ausgelöste gesellschaftliche Dynamik auch eine Teilakzeptanz des Regimes? Inwiefern verursachte die fehlende Akzeptanz der Gesellschaft umgekehrt auch politische Kursänderungen oder zumindest Kurswechsel? Die „exogenen“ Faktoren der DDR-Entwicklung - die sowjetische Hegemonie und die deutsche Zweistaatlichkeit - werden sowohl in zwei separaten Aufsätzen als auch in den übrigen Beiträgen angemessen berücksichtigt.
Das letzte Jahr der SBZ
Politische Weichenstellungen und Kontinuitäten im Prozeß der Gründung der DDR. Veröffentlichungen zur SBZ-/DDR-Forschung im Institut für Zeitgeschichte
- 296 stránek
- 11 hodin čtení
Zum Inhalt: Die Gründung der DDR war kein punktuelles Ereignis, sondern ein sich über mehrere Jahre erstreckender Prozess. Zahlreiche Weichenstellungen der Jahre 1948/49 hatten dabei insbesondere für den politisch-administrativen Bereich prägenden Charakter, während im sozio-ökonomischer Hinsicht die Kontinuitätslinien stärker hervortraten. Basierend auf neuesten Forschungen vereinigt der vorliegende Sammelband eine Reihe von Beiträgen, die sich mit zentralen Aspekten der Politik und Gesellschaftsgeschichte der SBZ/DDR in diesem Zeitraum befassen. Die Kapitel und ihre Autoren: Dierk Hoffmann, Hermann Wentker Einleitung Politische Weichenstellungen im Spannungsfeld von gesamtdeutschen Perspektiven und eigenstaatlicher Entwicklung: Udo Wengst, Elke Scherstjanoi, Jan Foitzik, Theresia Bauer Zentralisierung und Aufbau neuer politischer Instanzen im Vorgriff auf die DDR-Gründung: André Steiner, Dierk Hoffmann, Jens Gieseke, Hermann Wentker, Jutta Braun Gesellschaftspolitik im Vorfeld der DDR-Gründung: Michael Schwartz, Gert Geißler, Rüdiger Schmidt, Arnd Bauernkämper
Die DDR vor dem Mauerbau
- 410 stránek
- 15 hodin čtení




