Knihobot

Elisabeth Lienert

    Grundlagen der Germanistik - 39: Deutsche Antikenromane des Mittelalters
    Dietrichs Flucht
    • Dietrichs Flucht

      Textgeschichtliche Ausgabe

      Die Bremer Neuausgaben der Texte der „historischen“ Dietrichepik sind im Gegensatz zu den bislang vorliegenden Ausgaben strikt an der Überlieferung orientiert: Ediert wird nach dem Leithandschriftenprinzip unter Berücksichtigung von Fassungsunterschieden. Auf Normalisierung wird verzichtet; die Ausgaben folgen, mit behutsamen Regulierungen, der Schreibsprache der Leithandschriften, freilich unter Hinzufügung moderner Interpunktion. Erstmals werden ausführliche Stellenkommentare die Texte erschließen. Die textgeschichtliche Ausgabe von »Dietrichs Flucht« gibt die Erzählung der Vertreibung Dietrichs von Bern, seines Exils und seiner ersten vergeblichen Rückkehrschlachten nach der Riedegger Handschrift als Leithandschrift wieder; die Vorgeschichte von Dietrichs idealen Ahnen orientiert sich am Text des Ambraser Heldenbuchs. Fassungsunterschiede, insbesondere die Abweichungen der Kurzfassung in der Heidelberger Handschrift, und andere textgeschichtlich relevante Lesarten sind in zwei Apparaten dokumentiert. Der Stellenkommentar erläutert editorische Entscheidungen, charakterisiert die wichtigsten Fassungsunterschiede und enthält knappe Sprach- und Sacherklärungen sowie Hinweise auf intertextuelle Bezüge. Ausführungen zu Handschriften und Editionsprinzipien, ein Namens- und ein Literaturverzeichnis komplettieren den Band.

      Dietrichs Flucht2003
      4,0
    • Die Autorin stellt in diesem Buch die mittelhochdeutschen und frühneuhochdeutschen Antikenromane des 12. bis 15. Jahrhunderts erstmals im Zusammenhang dar. Der mittelalterliche Antikenroman ist eine Mischform aus antiken und mittelalterlichen, historiographischen und romanhaftem Elementen. Aus den Antikenromanen hat das Mittelalter ebenso welthistorische Orientierung wie Modell vorbildlichen Kampfverhaltens, höfischer Etikette und exemplarischer Liebe gezogen. Im Mittelpunkt steht dabei die eigene Gegenwart, die zugleich in die höfisierte Antike zurück projiziert und aus ihr legitimiert wird. In den zentralen Kapiteln des Buches werden die wichtigsten deutschsprachigen Romane – Alexander-, Eneas-, Troja- und Apolloniusroman – sowie die zugehörigen Texte vorgestellt und interpretiert. Diese systematische und umfassende Dar-stellung wird durch eine historische Perspektive ergänzt, indem die literarhisto-rische Bedeutung und der Gattungszusammenhang der Antikenromane beschrieben werden.

      Grundlagen der Germanistik - 39: Deutsche Antikenromane des Mittelalters2001