Karten vor Gericht
Augenscheinkarten der Vormoderne als Beweismittel




Augenscheinkarten der Vormoderne als Beweismittel
Wissensbestände und Diskurse von Juristen im 16. und 17. Jahrhundert
Juristen entwickelten in der Vormoderne eine eigenes Berufswissen, das geheim war und in einem komplizierten Kommunikationsprozess entstand. Entscheidend hierfür war die alltägliche Routine. Die Beiträge dieses Bandes wollen herauszufinden, wie Juristen in Europa Wissen generierten und es in der Praxis umsetzten. Dies geschieht beispielhaft anhand von Diskussionen zur Pest und über Wirtschaftsfragen. Aber auch Institutionen wie der Reichshofrat, der Große Rat von Mechelen und die Tübinger Juristenfakultät werden untersucht. Hinzu kommen Aufsätze über die Möglichkeiten der Wissensgenerierung durch Wunderkammern und über die Verwendung von juristischer Literatur. Eine besondere Rolle spielt der Straßburger Georg Obrechts (1547-1612).
Speyer als politischer und juristischer Aktionsraum des Reiches (1529-1588)
Jährlich trafen sich Vertreter der Reichsstände und des Kaisers, um das Reichskammergericht, das Höchste Gericht im Alten Reich, zu evaluieren. Dabei wurden weitreichende politische und juristische Entscheidungen getroffen. Die Monographie wertet neue Quellen aus, informiert über die Verfassungs- und Mentalitätsgeschichte im 16. Jahrhundert und liefert wichtige Impulse zu einer neuen Betrachtungsweise des Gerichts und seiner Arbeit.
Von den Anfängen der bürgerlichen Freiheit. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung vom 15.9-10.12.06 im Reichskammergerichtsmuseum und im Stadt- und Industriemuseum Wetzlar