Kompetenzfeedbacks werden in Unternehmen zur Entwicklung und Beurteilung von Führungskräften eingesetzt, häufig in Form von 360°-Feedback oder Leadership Feedback. Ihre Wirksamkeit beruht auf dem Abgleich von Selbst- und Fremdeinschätzungen relevanter Gruppen wie Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kollegen. Der vorliegende Band schließt eine wichtige Lücke, indem er verschiedene Ansätze der Kompetenz- und Beurteilungsforschung theoretisch und empirisch zusammenführt. Ein besonderer Fokus liegt auf der praxisnahen Interpretation der Ergebnisse für den organisationalen Kontext. Personalverantwortliche, Praktiker und Wissenschaftler aus den Bereichen Organisationsforschung, Organisationspsychologie, Human Resources und Personalmanagement finden hier fundierte Analysen und Antworten auf typische Fragen zur Anwendung von Feedbacksystemen. Der theoretische Teil erörtert die verhaltensbezogenen und sozial-kognitiven Determinanten von Eindrucksurteilen und präsentiert ein Modell des Kompetenzfeedbacks, das zentrale Prozessmerkmale und Effekte integriert. Der empirische Teil beleuchtet die Güte der Urteile, einschließlich der Übereinstimmung innerhalb und zwischen verschiedenen Feedbackgeber-Gruppen. Zur Validitätsprüfung werden die Urteile mit Persönlichkeitseigenschaften nach einem erweiterten Modell der Big Five korreliert. Zudem wird untersucht, inwieweit die Unterscheidung zwischen Unter- und Überschätzern durch Persönlichkeitsuntersc
Martin Scherm Pořadí knih (chronologicky)


360°-Feedback
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Beurteilungs- und Feedbackinstrumente werden von Unternehmen und Organisationen zunehmend eingesetzt, um das Potenzial ihrer Führungskräfte zu entwickeln. Das 360°-Feedback als multiperspektivisches und durchaus kontrovers diskutiertes Konzept sieht die Einschätzung von Führungskompetenzen aus mehreren Quellen (Vorgesetzte, Kollegen, Mitarbeiter usw.) vor. Der vorliegende Band bereitet die theoretischen und methodischen Grundlagen auf, gibt Konzepte für die erfolgreiche Durchführung von Feedback-Prozessen an die Hand und illustriert diese an zahlreichen Beispielen aus der Unternehmens- und Beratungspraxis. Schließlich wird auch der Frage nach positiven wie möglichen negativen Effekten von 360°-Feedbacks nachgegangen.