Historický román jednoho z čelních představitelů německy píšících židovských spisovatelů narozených v Praze. Odehrává se na začátku 18. století ve Slezsku, na okraji území zmítaných válkami švédského krále Karla XII.
Fantastický román
Fantasticko-dobrodružný příběh, jehož hrdina na pozadí přítelovy sebevraždy objevuje působení nebezpečných magických sil.
Hlavní postavou románu je důstojník baron von Yosch, jenž je obviňován z toho, že zavinil sebevraždu svého přítele herce Bischoffa. Při pátrání po tajemných okolnostech hercovy smrti najde foliant z 16. století, obsahující podivný starý příběh florentského "mistra posledního soudu" s receptem na drogu, vyvolávající tak děsivé vidiny, že dohánějí k dobrovolné smrti. Román je jakousi baronovou výpovědí, tajuplnou až k rozuzlení celé zápletky. Nejednoznačným zakončením pak ponechává autor na čtenáři, zda šlo o skutečnost či o pouhý výmysl hrdinovy mysli, trpící pocitem nepřiznané viny. Leo Perutz, německý židovský spisovatel narozený v Praze, obdařil svou knihu perfektním fabulačním mistrovstvím: napínavý děj se v něm váže s neskutečným dobrodružstvím a mystika je spojena s fantazií snu. Příběh nepatří sice k Perutzovým stěžejním dílům, jeho příznivce však jistě potěší a u ostatních čtenářů může vyvolat zájem o další knihy z pera tohoto pozoruhodného autora.
It could have been a common street accident that put Dr. Georg Amberg in the hospital, but for the five weeks his doctors say he has been in a coma, recovering from a brain hemorrhage after being run down by a car, he has memories of a more disturbing nature. What of the violent events in the rural village of Morwede? The old woman threatening the priest with a breadknife, angry peasants with flails and cudgels, Baron von Malchin with a pistol defending his dreams for the Holy Roman Empire—how could Dr. Amberg ignore these? And what of the secret experiment to make a mind-altering drug from a white mildew occurring on wheat—a mildew called Saint Peter’s Snow. In this feverish tale of a man caught in the balance between two realities, Leo Pertuz offers a mystery of identity and a fable of faith and political fervor, banned by the Nazis when it was first published in 1933. Saint Peter’s Snow is typical of Perutz’s storytelling mastery: extraordinarily rich and elegant fiction that is taut with suspense, full of Old World irony and humor.
In diesem Band sind kleine Erzählungen, unvollendete Romane und Reise- sowie Literaturfeuilletons von Perutz versammelt. Im Mittelpunkt steht das Romanfragment "Mainacht in Wien", das 1938 entstand und die Flucht des jüdischen Journalisten Dr. Georg Schwarz vor der deutschen Besatzung erzählt.
Diese Sammlung von Kurzgeschichten enthält: Herr, erbarme dich meiner! Dienstag, 12. Oktober 1916 Die Geburt des Antichrist Der Mond lacht Das Gasthaus zur Kartätsche Nur ein Druck auf den Knopf Der Tag ohne Abend Gespräch mit einem Soldaten Pour avoir bien servi
Die funkelnden Reise- und Literaturfeuilletons, die Perutz berühmt gemacht haben, kleine Erzählungen und zwei unvollendete Romane bilden das Herzstück des Bandes. 'Mainacht in Wien' ist 1938 auf dem Weg in die Emigration entstanden und schildert die Geschichte des jüdischen Journalisten Dr. Georg Schwarz, der in die Fänge der Staatspolizei gerät. Dieser Band zeigt den Autor als einen der faszinierendsten Repräsentanten der Wiener Moderne. Er hält Überraschungen für eingefleischte Perutz-Anhänger bereit, ist aber gleichzeitig ein idealer Einstieg für neue Leser.
Spanienfeldzug, Winter 1812: In der andalusischen Bergstadt La Bisbal werden die Napoleon unterstützenden Regimenter „Nassau“ und „Erbprinz von Hessen“ durch spanische Guerillas vernichtet. Einzig der Leutnant von Jochberg überlebt das Massaker, seine Memoiren halten die geheimnisvollen Umstände bis zu ihrem tödlichen Ausgang fest. Leo Perutz erzählt in diesem unheimlichen und zugleich unnachahmlichen Roman, wie die deutschen Offiziere sehenden Auges und kraft der Phantasie des wandlungsfähigen Marques de Bolibar, Kopf des spanischen Widerstands, ihren eigenen Untergang herbeiführen.
Opernsängerin Lydia van Loo flieht vor ihrem eifersüchtigen Mann, einem russischen Fürsten. Trotz ihrer Flucht setzt er alles daran, sie zurückzugewinnen. Lydia sucht Zuflucht bei dem wohlhabenden Tabakhändler Dschahid, was zu einer spannenden Konfrontation führt.
Eine groteske Verfolgungsjagd, die einen ehemaligen Offizier kurz nach dem 1. Weltkrieg quer durch Europa führt. »Das Wort ›Genie‹ hat längst durch Missbrauch an Wert und Sinn verloren, sonst hätte ich das Buch als ›einfach genial‹ bezeichnet.« (Ian Fleming, Schöpfer von James Bond, in einem Brief 1931 an Leo Perutz) Wien 1918/19. Der einstige Offizier Georg Vittorin kann die Demütigung nicht vergessen, die er als Kriegsgefangener von dem russischen Lagerkommandanten Seljukow erdulden musste, und beschließt, als Rächer nach Russland zurückzukehren. Eine dramatische Verfolgungsjagd beginnt, die ihn durch die Sowjetunion, nach Konstantinopel, Mailand, Paris und weiter treibt, bis es schließlich zu dem erhofften »Duell ohne Zeugen« kommt. Drei Millionen Leser verfolgten den Erstabdruck dieses Romans, der 1928 in der größten Illustrierten des Kontinents, der ›Berliner Illustrirten Zeitung‹, in Fortsetzungen erschien. ›Wohin rollst du, Äpfelchen …‹ wurde von den Lesern verschlungen, der Titel wurde Ende der zwanziger Jahre zu einem Schlagwort, in dem die Ungewissheit und Zukunftsangst der Menschen ihren Ausdruck fand.
Mailand an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert: Leonardo da Vinci möchte im Refektorium des Klosters Santa Maria delle Grazie endlich sein "Abendmahl" vollenden - doch ihm fehlt das Modell für den Kopf des Judas. Und er macht sich auf die Suche nach dem "allerschlechtesten Menschen in ganz Mailand". Leonardo findet ihn schließlich in dem böhmischen Kaufmann Joachim Behaim, der - wie Judas - fähig ist, aus Stolz das zu verraten, was ihm auf Erden das Liebste ist.
»Wer Perutz ausgelassen hat, hat viel versäumt und sollte das schleunigst nachholen.« Die Zeit
Der mittellose Student Stanislaw Demba befindet sich auf der Flucht vor der Polizei, weil er versucht hat, einen aus der Bibliothek entwendeten Prachtband zu Geld zu machen. Sein Problem: Er ist entkommen, nachdem man ihm bereits Handschellen angelegt hatte. Im Laufe eines Tages - zwischen neun und neun - begegnet er auf seiner Odyssee durch das Wien der k. u. k. Monarchie behäbigen Kleinbürgern, versponnenen Gelehrten, kleinen Angestellten, gerissenen Händlern und Hehlern, Spielern und verlorenen Existenzen, die in Bars und Kaffeehäusern ihr Dasein fristen. Stunde um Stunde wird ihm die Welt, in der er sich bewegt, zusehends zu einem Labyrinth des Schreckens, zu einer unheimlichen und zugleich grotesk-komischen Alptraumlandschaft.
Ein irrwitziger Schelmenroman aus dem Wien der k. u. k. Monarchie: Ein präzise aufgebauter Plot voller verblüffender Effekte, der gekonnt mit der Realität jongliert und eindringlich die Frage nach der (inneren) Freiheit aufwirft - der »größte Erfolg der unmittelbaren Nachkriegszeit...« (Egon Erwin Kisch).
Paris, November 1642. Seit achtzehn Jahren herrscht Kardinal Richelieu über Frankreich. Grausamkeit, Härte und Intrigen sind seine Waffen, und der König, ein Schwächling, ist machtlos gegen ihn. Gerade erst konnte der Kardinal eine Verschwörung vereiteln und die Anführer an den Galgen bringen, doch die dunklen Umtriebe seiner Gegner finden kein Ende. Wieder kommt ein Gerücht auf, ganz Frankreich hallt davon wider - Am 11. November, dem St.-Martinstag, ist eine Bartholomäusnacht für den französischen Adel geplant, in der dessen Köpfe 'wie die Federbälle durch die Luft wirbeln' sollen. Doch das Schicksal will es anders. In Gestalt des jungen Perückenmachers Turlupin, der unversehens ins Zentrum des Geschehens rückt, erhält der Lauf der Dinge eine unvorhergesehene Wendung.
Der Teufel ist mit im Spiel, als den König Montezuma eine verzauberte Kugel trifft. Die zweite Kugel tötet die schöne Indianerin Dalil, und die dritte erwischt den Mann, der lange vor Cortez mit einem Trupp Soldaten nach Mexiko gekommen ist: den Wildgrafen am Rhein. Auf unnachahmliche Weise schildert Leo Perutz in diesem Roman den Kampf um das Aztekenreich und das Schicksal des Grafen, der inmitten all der Greuel das Gedächtnis verliert. Ein Zaubertrank bringt ihm die Erinnerung an ein Leben zurück, das so wirr und unberechenbar wie ein Würfelspiel verlief.
In den Geschichten von Leo Perutz (1882 - 1957) kommt die geschliffene Beobachtungsgabe der menschlichen Psyche zur Geltung, wie sie nur ein Versicherungsmathematiker beherrschen kann. Perutz` phantastische, Krimi-ähnliche, historische Erzählungen müssen mehr gelesen werden. Deswegen halten Sie auch diesen Band „des großen magischen Realisten der deutschen Literatur“, wie ihn Daniel Kehlmann nennt, in den Händen.