Knihobot

Svenja Goltermann

    Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft - 126: Körper der Nation
    Opfer - Die Wahrnehmung von Krieg und Gewalt in der Moderne
    Die Gesellschaft der Überlebenden
    • Ein hochaktueller Essay über ein großes Menschheitsthema: Opfer von Krieg und Gewalt sind in den Medien allgegenwärtig, ob als Bilder von verstümmelten Soldaten, von verängstigten Kindern oder leidenden Zivilisten. Doch wer gilt eigentlich wann und warum als Opfer? Die Historikerin Svenja Goltermann erzählt, wie das Bild des Opfers, das wir heute kennen, sich erst seit dem 18. Jahrhundert herausgebildet hat: Mit den modernen Gesellschaften entstand das Bedürfnis, die Verluste zu zählen und die Toten zu identifizieren. Zugleich sollte der Krieg humanisiert, Kriegsversehrte sollten versorgt, Überlebende und Hinterbliebene entschädigt werden. So wurde der Begriff des Opfers nach und nach ausgeweitet, von Soldaten auf die zivile Bevölkerung, von körperlichen Verletzungen bis zur Anerkennung des Traumas als seelische Wunde. Wer jedoch als Opfer überhaupt benannt und anerkannt wird, war und ist eine Frage von Hierarchien und Macht – und damit ein eminent politisches Problem. Nominiert für den Bayerischen Buchpreis 2018.

      Opfer - Die Wahrnehmung von Krieg und Gewalt in der Moderne2017
    • Weiterleben nach dem Krieg Svenja Goltermann richtet den Blick auf einen blinden Fleck der deutschen Zeitgeschichte: Sie geht der Frage nach, was die Gewalterfahrungen des Zweiten Weltkriegs für deutsche Soldaten und ihre Familien nach dem Krieg bedeuteten. Vom Umgang mit psychischem Leid bis zur Klärung der Rentenansprüche von Kriegsgeschädigten – die Herausforderungen für Betroffene, Angehörige, Medizin und Politik waren immens. Dieses Buch ist ein ebenso wichtiger wie weiterführender Beitrag zur schwierigen Debatte über das Selbstverständnis der Deutschen als Täter und Opfer im Zweiten Weltkrieg.

      Die Gesellschaft der Überlebenden2010
      3,8
    • Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft - 126: Körper der Nation

      Habitusformierung und die Politik des Turnens 1860-1890

      • 360 stránek
      • 13 hodin čtení

      Der Körper der Menschen unterliegt nicht nur den Gesetzen seiner Physiognomie, sondern auch der Geschichte. Svenja Goltermann analysiert den deutschen Nationalismus unter Einbeziehung des Körpers. Fragen wie die Verkörperung und sinnliche Erfahrung der Nation sowie deren Teil der eigenen Identität werden untersucht. Zur Beantwortung dieser Fragen wird das Konzept des Habitus von Pierre Bourdieu herangezogen, das eine Historisierung des Nationbegriffs ermöglicht und einem zeitlosen Verständnis entgegensteht. Der nationale Habitus, der mit vielfältigen und wandelbaren Identitäten verbunden ist, rückt den Körper in den Fokus. Eigenschaften, die der Nation zugeschrieben werden, können durch den eigenen Körper verkörpert und ausgedrückt werden, während die Nation gleichzeitig durch vermeintlich geschlechtsspezifische Körpereigenschaften geprägt wird. Anhand der Turnvereine, die Teil der Nationalbewegung waren, wird aufgezeigt, welche kulturellen Praktiken ein nationales Bewusstsein förderten. In einem ständigen Wechselspiel von Vorstellungen und sozialen Praktiken wurde die Nation immer wieder neu konstruiert. Die Ideale der Zeitgenossen entsprachen jedoch oft nicht dieser Konstruktion; sie strebten nach einer Vereinigung gegensätzlicher gesellschaftlicher Kräfte. Dieses Verständnis der Nation ließ sogar die eigene Sterblichkeit in den Hintergrund rücken, wobei die Unfähigkeit, die Historizität der Nation zu denken, auch die Angst

      Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft - 126: Körper der Nation1998