Hans Gastrow gerät als Ingenieur in die technische Aufbruchsstimmung nach dem Ersten Weltkrieg. Sein Automat ISOMA spritzt Plastik, das Material der Zukunft. Seiner Frau möchte er die Poesie der Technik nahebringen. Doch bitter für Vera: Für die Verwirklichung der Pläne geht es in die Provinz nach Zerbst und nach dem Krieg als „lebende Reparation“ für fünf Jahre in die Sowjetunion. Gipfel- und möglicher Wendepunkt seiner Karriere ist 1935 eine Reise in die USA, dort ist man sehr interessiert an dem Experten in seinem Fach und dessen Erfindung. Simone Trieder hat die Geschichte ihres Großvaters aufgeschrieben, in der sich das wechselreiche Geschehen seiner Zeit spiegelt. Ein Roman über eine Utopie im 20. Jahrhundert, in dem sich auch in der Sprache die Poesie der Technik zeigt.
Simone Trieder Pořadí knih (chronologicky)






"Vom Zauber des alten Handwerks der Küstenfischerei" beleuchtet das aussterbende Handwerk der Küstenfischerei in Mecklenburg-Vorpommern. Fotografin Iwona Knorr und Autorin Simone Trieder dokumentieren das Leben der Fischer auf Rügen und dem Fischland, fangen ihre Geschichten, Sorgen und die Verbindung zur Natur in eindrucksvollen Bildern und Essays ein.
Sinti in der DDR. Alltag einer Minderheit
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Die Publikation beleuchtet das Leben der Sinti in der DDR, die trotz ihrer Staatsbürgerschaft als ethnische Minderheit nicht anerkannt wurden und gesellschaftlichem Rassismus ausgesetzt waren. Sie basiert auf Recherchen von Simone Trieder und zeigt erstmals viele Fotografien von Markus Hawlik-Abramowitz, die zuvor nicht veröffentlicht wurden.
Zweieinhalbtausend Familien werden am Dienstag, dem 22. Oktober 1946, in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands in einer Geheimaktion von sowjetischen Militärs aus dem Schlaf gerissen. Nur Stunden später sitzen sie im Zug mit unbekanntem Ziel. Die Väter sind Ingenieure und Techniker der Flugzeug- und Maschinenindustrie. Eine lebende Reparation – auf unbekannte Dauer. Doch die 22-jährige Studentin Ida findet es gar nicht übel, das kriegszerstörte Deutschland hinter sich zu lassen: »Warum nicht Moskau?« Der Roman basiert auf dem Tagebuch eines »Russlandkindes«, der Mutter der Autorin. Mit weiteren Stimmen von Zeitzeugen entsteht ein Kaleidoskop der fünf bis acht Jahre Russlandzeit der Kinder der verschleppten Spezialisten, die sehr unterschiedlich erlebt und bewertet werden. Gemeinsam ist allen der Bruch in der Biografie, ein Gezeichnetsein für immer.
Zelle Nr. 18
- 224 stránek
- 8 hodin čtení
Im Spätsommer 1943 warten in der Zelle 18 der Haftanstalt Berlin-Moabit die drei Polinnen Krystyna Wituska (23), Maria Kacprzyk (21) und Lena Dobrzycka (21) auf die Vollstreckung ihrer Strafe. Vom Reichskriegsgericht wegen Spionage verurteilt, droht ihnen der Abtransport in ein Straflager oder die Hinrichtung. Mit Hilfe ihrer Mutter, die zwangsverpflichtet in Moabit als Wärterin arbeitet, beginnt die 16-jährige Helga Grimpe einen heimlichen sehr persönlichen Briefkontakt zu den drei jungen Frauen. Simone Trieder und Lars Skowronski haben anhand der Briefe, die Helga im 'Kleeblattalbum' durch die Bombennächte rettete, und aufgrund von Gesprächen mit der überlebenden Maria Kacprzyk die Schicksale der vier Frauen rekonstruiert.
Spirelli hat Hausarrest, Handy- und Internetverbot. Ein Ersatz muss her. In einem Briefbuch teilen sie und ihre Freundinnen Manon und Tiätsch ihre intimsten Träume und Geheimnisse miteinander. Da ist Tiätsch - die nach ihrem Erzeuger sucht. Und Manon - die Moralische, die die Moral selbst seit Langem strapaziert. Und Spirelli - die ihre Mutter hasst. Für sie alle geht es um das Erste Mal. Um die Liebe zur Musik. Um Ängste. Und das Leben. Den Tod. Um Poesie. Und Sehnsucht. Und vor allem um die Freundschaft.
Dichtergarten Giebichenstein
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