Die Fotografien des Eberth-Archivs fangen die prägnanten Momente der 60er-Jahre in Kassel ein, einer Zeit des Wandels in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie dokumentieren nicht nur die Veränderungen im Stadtbild, sondern auch alltägliche Szenen und bedeutende Ereignisse wie die documenta, den ersten Hessentag und das Herkulesjubiläum. Besonders hervorgehoben wird das historische Treffen zwischen Willy Brandt und Willi Stoph, das Kassel kurzzeitig ins internationale politische Rampenlicht rückte. Ein eindrucksvoller Rückblick auf ein dynamisches Jahrzehnt.
Stephan Franke Knihy




Nordhessen - Damals auf dem Land
Mit Fotografien von Carl Eberth (Stadtarchiv Kassel)
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Nach dem Verlust des über Jahrhunderte gewachsenen Stadtbildes und der ersten Beseitigung von Schutt und Trümmern standen die 1950er-Jahre im Zeichen des Wiederaufbaus. Der Fotograf Carl Eberth hat die einzelnen Stadien einer im Grunde neu entstehenden Stadt eindrucksvoll dokumentiert. Neben den regen Bautätigkeiten fällt auch ein Blick auf den Aufbruch in Kultur und Politik der jungen Bundesrepublik. Die Begründung der documenta zählt ebenso dazu, wie der mittlerweile viel geliebte, aber auch gescholtene 50er-Jahre-Stil in Alltag, Popularkultur und beginnender Massenkonsum. Der Autor hat aus der Fülle der Fotografien eine Auswahl getroffen, die Einblicke in eine Zeit ermöglicht, die bis heute das Erscheinungsbild des neuen Kassels prägt.