Die Fliehkraft und die Schwerkraft Gottes
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Gregor von Narek (um 1000 n. Chr.), der alle Welt zur endzeitlichen Um- und Heimkehr bewegen will, bereist Asien. Wie zuvor in Afrika (Band III.1) begegnet er drei alten Christenheiten: „Entschlafen“ sind die beiden alten Kirchen in China und längs der Seidenstraße, noch am Leben ist die syrische Kirche Indiens. Der Bischof Didymos von Sokotra weiht ihn in ihre Besonderheiten ein. Zwei davon erleichtern den Umgang mit den Nachbar-Religionen: Zum einen ist Asiens Kirche eine Minderheit - den Bund zwischen Altar und Thron kannte sie nie. Zum anderen geht ihre Theologie auf Nestorius zurück - dieser galt zwar in den Kirchen des Westens als Ketzer, sein Denken aber regt zum interreligiösen Dialog an. Das heute dringend gewordene christlich-islamische Gespräch begleitet Gregors Reise in einer veränderten Form: Eleni und Faatima begegnen einander in Istanbul und durchdenken die über tausendjährige Beziehung zwischen Christentum und Islam.