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Die beiden Kriegsberichterstattungen Goethes, veröffentlicht 1822 unter „Aus meinem Leben“, nehmen eine besondere Stellung in seinen autobiografischen Schriften ein. Sie beinhalten die Texte „Campagne in Frankreich 1792“ und „Belagerung von Mainz“. Auffällig ist, dass sie kaum Augenzeugenberichte aus militärischen Auseinandersetzungen oder dem Feldlager seines Herzogs Karl August enthalten, der 1792 gegen das revolutionäre Frankreich kämpfte. Der Autor beschäftigt sich nicht differenziert mit den historischen und weltpolitischen Kontexten. Stattdessen wird die Selbstinszenierung Goethes zum zentralen Thema, der angibt, inmitten des Feldlagers vor Verdun mit Farbstudien beschäftigt gewesen zu sein. Während die Soldaten am Rande des Lagers fischten, galt seine Aufmerksamkeit einer „Scherbe Steingut“, die in der Quelle prismatische Farben reflektierte. Stefan Greif analysiert diese Texte kritisch und zeigt zahlreiche Hinweise auf, die das Bild des apolitischen, loyalen Weimarer Hofdichters in Frage stellen. Er verweist auf gesellschafts-, fortschritts- und militärkritische Untertöne und widmet sich schließlich Goethes Konzept von „Heimat als Platz in der Welt“. Die Goethe-Gesellschaft Kassel freut sich, diese bedeutende Arbeit veröffentlichen zu dürfen.
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Goethe im Krieg, Stefan Greif
- Jazyk
- Rok vydání
- 2019
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