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Der Kunsthandel sowie das Museums- und Sammlungswesen im Nationalsozialismus sind durch spektakuläre Restitutionsfälle in den Fokus gerückt. Die Konfiszierung und Zerschlagung privater, insbesondere jüdischer Sammlungen, der durch wirtschaftliche und politische Umstände bedingte Besitzwechsel und die im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmten Kunstwerke sind zentrale Aspekte dieses Themas. Während einige Händler von der Umverteilung und dem Interesse der nationalsozialistischen Elite profitierten, wurden andere aus dem Geschäft gedrängt oder arrangierten sich mit den Gegebenheiten. Trotz der Regulierung des Kunstmarktes gab es Handlungsspielräume, wie die Sammeltätigkeit von Joseph Haubrich oder dem Sammlerpaar Sprengel zeigt, die belegen, dass es auch nach der Machtübernahme einen Markt für „entartete“ Kunst gab. Die Biografien von Kunsthändlern wie Günter Franke und Hildebrand Gurlitt verdeutlichen die Herausforderungen, die Händler für ihre Künstler meisterten, sowie die Risiken und Kompromisse, die sie eingingen, um ihre Geschäfte fortzuführen. Die in diesem Band versammelten Aufsätze bieten anhand von Fallbeispielen einen eindrucksvollen Einblick in das Kunsthandeln und -sammeln während des Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit und analysieren die Auswirkungen der nationalsozialistischen Kunstpolitik auf die Jahre nach 1945.
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Werke und Werte, Maike Steinkamp
- Jazyk
- Rok vydání
- 2010
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